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Grimma Erfolgreiche Jungtierschau auf Gelände der Altenhainer Kaninchenzüchter
Region Grimma Erfolgreiche Jungtierschau auf Gelände der Altenhainer Kaninchenzüchter
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00:19 12.07.2017
Die Altenhainer Züchter zeigen mit Stolz ihre Jungtiere. Quelle: Bert Endruszeit
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Trebsen/Altenhain

Klein aber fein – die Mitglieder des Kaninchenzüchtervereins S 774 Altenhain luden am Sonnabend zur jährlichen Jungtierschau. Dabei zeigten knapp zwei Dutzend Züchter über einhundert Tiere der verschiedensten Rassen. „Wir arbeiten für diese Ausstellung mit Züchtern aus dem gesamten Muldental zusammen, anders geht das gar nicht“, sagte Eberhard Heimer, der seit acht Jahren Vereinsvorsitzender ist. Mit einem eigenen Gelände und dem Vereinshaus haben die Altenhainer Kaninchenzüchter die passende „Logistik“ zur Verfügung. „Das Gelände ist perfekte für uns“, freut sich Heimer. Dort finden neben Ausstellungen auch Sommerfeste und Weihnachtsfeiern sowie die monatlichen Sitzungen statt.

Jüngstes Mitglied im Verein ist Anne Espig. Die 22-Jährige ist seit Anfang 2015 offiziell dabei. „Mein Freund war hier schon länger Mitglied, ich habe immer beim Füttern der Kaninchen geholfen und dann selbst Gefallen an den Tieren gefunden.“ Jetzt züchtet die junge Frau Deutsche Widder, eine derzeit überaus beliebte Rasse. „Das sind sehr liebe Tiere, viele halten die sogar in der Wohnung.“ Ihre derzeit siebenköpfige Zuchtgruppe wohnt in Freiluftställen, nur bei einem Tier macht sie eine Ausnahme. „Ein alter Widder bekommt bei mir in der Wohnung sein Gnadenbrot. Der ist wie ein Kind.“ Keine Frage, dass die Jungtieraufzucht für sie das schönste an diesem Hobby ist. „Es ist einfach schön zu sehen, wenn die Kleinen geboren werden und sich dann Tag für Tag mehr entwickeln. Das geht wohl jedem Züchter so.“ Obwohl es im ländlichen Raum auf der Hand liegen würde, verfüttert kaum ein Züchter noch Grünfutter. „Durch das Grünfutter können sich die Tiere mit gefährlichen Krankheiten anstecken“, weiß Espig. Aus diesem Grund erhalten die Tiere meist fertige Pellets, die alle notwendigen Nährstoffe enthalten. „Das ist pure Energie.“

Wie es sich für eine Ausstellung gehört, lockten auch Preise. Den Bürgermeisterpokal für die beste Zuchtgruppe sicherte sich Fred Donner aus Mutzschen mit der Rasse Alaska, den Wanderpokal des Altenhainer Vereins holte sich die Zuchtgemeinschaft Lusy Götze und Robin Heimer mit englischen Schecken.

Um edle Kaninchen wird sich am ersten Novemberwochende auch die Muldental-Kreisschau drehen. „Die findet hier bei uns in der alten Schulturnhalle statt“, freut sich Eberhard Heimer. Es gebe schließlich nicht mehr viele Orte, die sich für Kaninchenausstellungen anbieten und noch bezahlbar sind. „Für uns wird diese Herbstschau ein besonderes Highlight, da werden sicher 300 bis 350 Tiere zu sehen sein.“ Der Altenhainer Verein bleibt übrigens keineswegs auf seinen Vereinssitz beschränkt, etwa die Hälfte der derzeit 15 Mitglieder kommen aus Orten wie Naunhof, Trebsen oder Ammelshain. „Wir haben sogar einen leichten Zuwachs an Mitgliedern“, so Heimer.

Von Bert Endruszeit

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