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Grimma Erleichterung bei Galerie-Förderkreis in Grimma
Region Grimma Erleichterung bei Galerie-Förderkreis in Grimma
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05:00 11.01.2012
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. Das Vorhaben, den vorderen Ausstellungsraum für die Stadtinformation zu nutzen (die LVZ berichtete), ist vom Tisch.

Mitglieder des Förderkreises hatten das Aus für die Galerie prophezeiht, falls die Stadtverwaltung die Räume in der alten Husarenwache tatsächlich in ihr Raumkonzept einbezogen hätte. Entsprechende Vorstellungen der Beigeordneten Ute Kabitzsch waren kurz vor dem Jahreswechsel öffentlich geworden und hatten für Besorgnis und Proteste gesorgt. Am Montag teilten Oberbürgermeister Matthias Berger und die Beigeordnete dem Vorsitzenden des Förderkreises mit, dass die Galerie ihre Räume behalten kann.

Ute Kabitzsch beteuerte gestern gegenüber LVZ, sie habe nie die Galerie rauswerfen oder schließen wollen. In den Gesprächen mit dem Vereinsvorsitzenden Peter Schäfer sei deutlich geworden, dass die gemeinsame Nutzung der Wache von Stadtinformation und Rathaus nicht möglich sei. „Wir müssen nicht etwas kaputt machen, das funktioniert". Für Ute Kabitzsch geht jetzt die Suche nach Verwaltungsräumen weiter, es gebe andere Modelle für die Stadtinformation.

Beim Förderkreis wurde die Nachricht mit Freude und Erleichterung aufgenommen, auch wenn der Erfolg mit einem Wermutstropfen verbunden ist. Die Stadt wird den Betreibern der Galerie den jährlichen Zuschuss von 3000 auf 2000 Euro kürzen. Das Geld wird fast ausschließlich für die Vernissagen am Beginn einer Ausstellung gebraucht, beispielsweise für Honorare für Eröffnungsredner oder Musiker. „Wir können mit dem Ergebnis gut leben", sagte Peter Schäfer gestern gegenüber LVZ.

Die Auffassung teilt auch Holger Vogt, der im Verein Kurator für die Ausstellungen ist. „Das kriegen wir hin", kommentierte er gestern, als er in der Galerie gerade dabei war mit dem Maler Gerald Müller-Simon dessen zu Ende gegangene Ausstellung abzubauen. Nächste Woche empfängt Vogt die nächsten Künstler zum Aufbau, den Leipziger Maler Walter Hertzsch und den Holzgestalter Ekkehard Körber aus Sermuth, die vom 21. Januar bis zum 4. März gemeinsam ausstellen. Diese und andere Ausstellungen, bekräftigt Vogt, wären allein im hinteren Ausstellungsraum als Nebenzimmer der Stadtinformation nicht realisierbar gewesen. „Wegen zehn Bildern in einem Raum kommen die Kollegen nicht extra aus Leipzig hierher", sagt Holger Vogt, der selbst Maler ist.

Der Förderkreis für Kunst und Kultur betreibt die Galerie ehrenamtlich seit 2004, nachdem die langjährige Galeristin Adelheid Bartsch aufgehört hatte.

Rathausgalerie 2012: 21.1. bis 4.3.: Walter Hertzsch, Malerei, Ekkehard Körber, Holzgestaltung; ab 17.3.: Peter Silvester, Malerei; ab 19.5.: Studenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Malerei; Öffnungszeiten: Die., Do., Fr., Sa., So. 15 - 17 Uhr und nach Vereinbarung

André Neumann

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