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Erste Eröffnung auf dem Bikerschloss in Mutzschen – Moto-Soul-Café

Tourismus Erste Eröffnung auf dem Bikerschloss in Mutzschen – Moto-Soul-Café

Das verschlafene Schloss in Mutzschen soll sich in wenigen Jahren in ein Paradies für Biker verwandeln. Schlossherrin Deborah Hey hat mit der Eröffnung des Moto-Soul-Cafés den ersten Schritt dafür getan.

So voll hat man den Schlosshof lange nicht gesehen: Die Eröffnungsfeier ist ein großer Erfolg für Deborah Hey und ihre Mitstreiter.

Quelle: René Beuckert

Grimma/Mutzschen. Das amerikanische Café, das am Sonnabend im Torwächterhaus des Schlosses Mutzschen eröffnete, trägt den Namen „Moto Soul“. Die Idee dazu hatte die Amerikanerin Deborah Hey, die über das Café hinaus große Pläne für das Schloss hat. Sie möchte die gesamte Anlage in eine einzigartige Herberge für Biker verwandeln.

Viele Motorradliebhaber ließen sich die Eröffnungsfeier nicht entgehen. Es schien ein endloses Kommen zu sein. Selbst Autofahrer nutzten die Gelegenheit für einem Abstecher auf das Schlossgelände. Der Ansturm war so enorm, dass schon vor der eigentlichen Eröffnung keine Parkplätze in unmittelbarer Nähe mehr vorhanden waren und die Vierradfahrzeuge in die Umgebung ausweichen mussten.

Die Motorrad-Freunde kommen in Scharen zur Eröffnung des Biker-Cafés

Die Motorrad-Freunde kommen in Scharen zur Eröffnung des Biker-Cafés.

Quelle: René Beuckert

Fast schien es, als würde der Schlosshof so viele Menschenmassen kaum aufnehmen können, doch jeder fand seinen Platz und erfreute sich bei bestem Eröffnungswetter an der gespielten Musik und der guten Stimmung.

Deborah Hey erklärte, sie habe bereits im zurückliegenden Sommer einen sogenannten Testlauf veranstaltet und sei dabei von der Bikerszene positiv überrascht worden. „Zu jeder Veranstaltung habe ich zwischen 300 bis 500 Besucher gezählt, was mich in meinem Vorhaben bestätigt, hier auf dem

Eine Biker-Torte für Deborah Hey

Eine Biker-Torte für Deborah Hey.

Quelle: René Beuckert

Gelände ein Bikerhotel sowie einen Campingplatz einzurichten“. Dabei kommen die Biker nicht nur aus der Region. Hey sagt, sie hatte schon Besucher aus Kanada und anderen Kontinenten hier zu Gast. Auch aus dem Europäischen Raum, insbesondere aus den Nachbarländern und aus Deutschland selbst hätten ihr viele die Aufwartung gemacht, so die Unternehmerin. Seit dem September des vergangenen Jahres wurde am Torwächterhaus gearbeitet, um das Café nun pünktlich mit dieser Veranstaltung zu eröffnen, erzählt die Schlossbesitzerin weiter. Für ihr Projekt habe sie zahlreiche Unterstützung, sowohl seitens der Behörden, aber auch von vielen engagierten Bürgern erfahren. Jetzt gehe es darum, die Pläne für das Schloss und den Park weiter zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. „Der Hungerturm soll in eine exklusive Suite umgestaltet werden. Damit meine ich kein Luxusappartement, vielmehr ist ein rustikaler Stil gemeint, in dem sich der Gast ins Mittelalter zurückversetzt fühlt“.

Der Sonnabend bescherte Hey einen vollen Schlosshof, auf dem eine Liveband zur Unterhaltung der Gäste spielte.

Einer der Besucher war Andreas Lange. „Ich bin eigens aus Chemnitz angereist, um mir selber ein Bild von dem Vorhaben, hier eine Bikerbleibe einzurichten, zu machen“, sagt er. Er wünsche Deborah Hey viel Erfolg für ihr Vorhaben. Auch wenn das sicher nicht leicht sein wird. Lange sei schon einmal in Mutzschen gewesen und kenne daher das Konzept. „Für mich ist es selbstverständlich zur Eröffnung mit dabei zu sein“, hebt er hervor. Er sagt, er sei überzeugt davon, dass sich das Schloss Mutzschen zu einem Eldorado für Motorradfahrer entwickelt.

Michael Hänsel betreut Endurofahrer und findet das Objekt in Mutzschen besonders geeignet, um künftig dort einzukehren. „Das Schloss ist von seiner Geschichte her sicher ein interessantes Objekt und reizvoll für die Enduroszene. Wir werden die Gelegenheit im historischem Objekt Quartier zu beziehen bestimmt nutzen“, kündigt Hänsel an.

Von René Beuckert

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