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Erster Schritt zur Sicherung der Lindhardter Kindertagesstätte

Erster Schritt zur Sicherung der Lindhardter Kindertagesstätte

Ein wenig aufatmen dürfen die Eltern, die ihre Sprösslinge in der Lindhardter Kindertagesstätte Funtasia betreuen lassen. In seiner Sitzung am Mittwochabend unternahm der Ortschaftsrat erste Schritte, mit denen die Einrichtung bewahrt werden soll.

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Können erst einmal beruhigt weiter spielen: Die Knirpse der Kindertagesstätte Funtasia lieben die Einrichtung im Grünen.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof/Lindhardt. Allerdings konnte das Gremium nur im Rahmen einer Anhörung seinen Willen kundtun. Letztlich zu entscheiden hatte der Stadtrat am Donnerstagabend nach Redaktionsschluss.

Eigentümer der Immobilie, ein ehemaliges Kinder- und Jugendheim, in dem die Tagesstätte ungefähr ein Fünftel belegt und der Rest schon lange leersteht, ist die Stadt Leipzig. Sie will das Gebäude veräußern. Der neue Eigner, so steht zu befürchten, könnte das Haus in einer Weise nutzen, die es unmöglich macht, weiter eine Kindertagesstätte zu betreiben. Um dies zu verhindern, kam Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) ein Trick in den Sinn. Er schlug vor, der Stadt ein Vorkaufsrecht zu sichern. Voraussetzung dafür ist die Aufstellung eines Bebauungsplans für die Erhaltung und Erweiterung der Tagesstätte. Dem stimmte der Ortschaftsrat einstimmig zu. In einem zweiten Zug beschloss er ebenfalls einhellig eine Vorkaufsrechtssatzung, die das Ziel hat, die städtebauliche Entwicklung auf dem betreffenden Grundstück zu gewährleisten.

"Mit dem Vorkaufsrecht können wir unsere Interessen und die des Ortsteils besser verfolgen", schilderte Bauamtsleiter Thomas Hertel. "Wenn ein potenzieller Bauherr eine Entwicklung durchsetzen will, die unseren Wünschen widerspricht, wird er es schwerer haben."

Das Vorkaufsrecht, wenn sich denn auch der Stadtrat am Donnerstagabend dafür aussprach, bedeutet allerdings nicht, dass Naunhof die Immobilie zwingend erwerben wird. Hertel auf Nachfrage: "Vielleicht kommt ein Investor, der eine Nutzung anstrebt, bei der die Kindertagesstätte im Gebäude bleiben kann. Dann hätten wir keinen Grund mehr, das Haus zu kaufen."

Aber auch wenn ein unliebsamer Neueigentümer den Zuschlag erhalten sollte, bedeutet das Vorkaufsrecht noch nicht automatisch, dass ihm die Kommune das Gebäude vor der Nase wegschnappt. "Es käme dann auf den Stadtrat an, ob er einen Kauf beschließt und damit die Gefahr von Lindhardt abwendet", stellte Bürgermeister Zocher klar. Teuer wäre das, denn Leipzig verlangt mindestens 362 000 Euro für Gebäude und Grundstück; ein geringerer Preis ließe sich nicht aushandeln.

Mit dem Kauf wäre Naunhof im Zugzwang, für die leerstehenden vier Fünftel eine sinnvolle Nutzung zu finden. Den Vorschlag Zochers, dort ein zweites Standbein für das Freie Gymnasium Naunhof zu schaffen, lehnen der Förderverein und die Stiftung der Bildungsstätte kategorisch ab. Aus ihrer Sicht eignet sich der Zuschnitt der Räumlichkeiten nicht für eine Schule.

Für die Kindertagesstätte besteht momentan ein Erbbaupachtvertrag, den der Kreisverband Mulde/Collm der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit der Stadt Leipzig abgeschlossen hat und der noch 80 Jahre gilt. Niemand im Naunhofer Rathaus war von einer kurzfristigen Änderung diese Zustands ausgegangen. Zocher erwischte die Kunde völlig überraschend, dass Leipzig das Ex-Heim bis zum 4. August zum Verkauf ausgeschrieben hat und die Awo in diesem Zug bereit ist, das Erbbaurecht abzugeben, das die Tagesstätte sicherte. "Die Awo hat hier grob fahrlässig gehandelt, sie hätte mich sofort informieren müssen", sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.08.2014
Pfeifer, Frank

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