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Grimma "Es geht uns gut"
Region Grimma "Es geht uns gut"
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05:00 27.09.2010
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. Bereits zum 20. Mal zog das Stadtfest in Grimma – ausgerichtet vom Gewerbeverein – wieder mehrere tausend Besucher an. Und dies in alter Tradition: Konstante Getränkepreise seit fünf Jahren, drei Bühnen, Vereins- und Handwerkermeile – und alles ohne Eintrittsgeld.

Für Patrizia geht es dann doch zunächst 50 Meter gen Himmel – die perfekte Aussicht, um sich einen Überblick der Angebote am Stadtfest zu verschaffen. Da unten steht zum Beispiel der sechsjährige Niclas und versucht beim Losautomaten sein Glück. „Bitte, Tante, nur noch einmal auf den Knopf drücken", sagt er. Hm, Kleingeld leer, Hände leer – macht nichts. Spaß hat es dem kleinen Grimmaer trotzdem gemacht. Dann lieber noch schnell zur Zuckerwatte, da weiß man was man hat. Ein paar Stände weiter schießt Phillip Freundin Jenny gerade ein kleines Geschenk. Zack! Getroffen. Beide freuen sich und ziehen weiter zum Leipziger Platz.

Grimma. Es gibt interessanteres als übers schlechte Wetter zu reden. Zum Beispiel, ob die achtjährige Patrizia aus der Nähe von Bad Lausick lieber gleich ins Riesenrad steigen oder doch noch zuvor ihren Vati an den Süßigkeitenstand locken soll. Bereits zum 20. Mal zog das Stadtfest in Grimma – ausgerichtet vom Gewerbeverein – wieder mehrere tausend Besucher an. Und dies in alter Tradition: Konstante Getränkepreise seit fünf Jahren, drei Bühnen, Vereins- und Handwerkermeile – und alles ohne Eintrittsgeld.

Musiker Andre Dusk aus Canada steht ziemlich verlassen da. Gut, dass man seine Musik aber trotzdem noch unter den Schirmen am Eck hört. Aber was ist eigentlich da vorne los? Ziemlich keck gibt sich Christine Vorwerk. Kein Wunder – die Lady hat Rock ‘n‘ Roll im Blut. Stilecht mit Jukebox präsentiert sie in der Hohnstädter Straße den Sermuther Rock-‘n‘-Roll- und Boogie-Woogie-Verein.

Ein paar Häuser weiter bittet die IKK zum Gesundheitscheck: Ob der Blutzucker stimmt? Nach den vielen Donuts eben? Naja, beim Stadtfest ist alles erlaubt. Sogar auf einem Bullen zu reiten. Das probiert der zehnjährige Felix gerade aus. Über eine Minute hält er sich auf dem mechanischen Tier! „Nein, ich reite normalerweise nicht. Aber ich habe viel Kraft", sagt der Grimmaer stolz. Plötzlich huscht ein kleiner Schmetterling vorbei – es ist die dreijährige Amelie aus der Muldestadt, die sich bei der Volks- und Raiffeisenbank schminken ließ.

Auch Adolf Luksch kommt vorbei. Er will noch eben mal zur Ehefrau in einen Laden in der Langen Straße schauen – eine Modenschau wird hier geboten. Etwas weiter versucht Lutz Uhlmann den Leuten ein Tässchen Tee schmackhaft zu machen – stilecht im orientalischen Zelt mit Bodenkissen und kleinen Lampen. Vergebens. „Ich habe heute noch keinen Euro Umsatz gemacht", schimpft der extra aus Dresden angereiste. Und dabei ist schon 16 Uhr durch. Besonders zufrieden ist auch Frank Müller mit seinem Würstchenstand vor der Fleischerei nicht. „Aber da muss man durch. Ein bisschen was ist schon weggegangen und vielleicht kommt ja abends noch einmal der große Hunger", sagt er und lässt sich die Laune nicht verderben. Ronny und Felix von der Grimmaer Feuerwehr tun es ihm gleich. Geschützt im Getränkewagen tanzen sie zu „Macarena" mit.

Richtig Stimmung kommt auf dem Marktplatz auf. Egal, ob bei Wolfgang Petrys Liedern oder den Stars der Region: So spielt etwa das Jugendblasorchester und verschiedenen Tanzvereine zeigen ihren Hüftschwung. Zudem erweichen die Hunde vom Tierschutzverein so manches Herz.

„Es geht mir gut", rockt Hans-Ulrich Backhaus von der Band „Tag Eins" ins Mikro. „Es geht uns gut", antwortet das Publikum auf den Westernhagen-Hit. Da wippen auch seine Ehefrau Angelika und sein Mutti Christa aus Großsteinberg mit. Für die Rentnerin gibt es sogar ein Ständchen extra. „Daheim geht das ja immer nicht, das ist zu laut. Die rocken eben richtig", lacht Christa Backhaus. „Über den Wolken" hat sie sich

gewünscht und singt aus voller Kehle mit.

Und da ist jetzt auch Patrizia in ihrer Gondel im Riesenrad. Ein herrlicher Tag – zumindest für den, der nichts verkaufen wollte.

Magdalena Fröhlich

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