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Grimma Essen in der Schule: Süßen Riegeln droht die Verbannung
Region Grimma Essen in der Schule: Süßen Riegeln droht die Verbannung
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05:00 27.01.2010
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Muldental

Doch was nehmen die Kinder wirklich zu sich, wenn es in der Schule zur Pause klingelt? An Naunhofs Mittelschule nehmen wöchentlich 30 bis 50 Schüler an der warmen Essenversorgung teil, die ein Leipziger Unternehmen hier gewährleistet. „Das Essen schmeckt, es ist vielseitig und preiswert“, sagt Beate Roitzsch von der Mittelschule. Dennoch sei zu konstatieren, dass die Zahl der Essensteilnehmer nur etwa ein Fünftel aller Schüler ausmache. „Viele Schüler ziehen es offensichtlich vor, in der Pause lieber auf dem Schulhof mit anderen zu reden anstatt im Speisesaal am Tisch zu sitzen und regelmäßig warm zu essen.“ Eingebürgert habe sich auch der Gang zum Bäckerwagen, der täglich früh vor der Schule stehe. „Viele, die morgens aus dem Bus steigen, machen erst einmal beim Bäcker halt, bevor sie in die Schule gehen“, sagt Beate Roitzsch. Für den kleinen Appetit zwischendurch werde auch im Schulklub etwas angeboten. „Hier gibt es Sandwiches mit Gemüse oder auch Milchgetränke.“ Willfried Steffien vom Lichtwer-Gymnasium in Wurzen äußert sich ein wenig enttäuscht über das Konsumverhalten der Kinder. „Das Abo-Essen wird nicht wie erwünscht angenommen. Wir haben jeden Tag drei Menüs zur Auswahl, aber die Resonanz ist etwas unter dem, was wir erwarten.“ Laut Direktor geht die Tendenz mehr zu den Pommes. „Zurzeit verhandele ich mit unserem Essenszulieferer. Er soll noch mehr gesünderes Essen mit in den Speiseplan aufnehmen.“ Im Grimmaer St. Augustin zeigt sich Direktor Wolf-Dieter Goecke zufrieden. „Ich denke, wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagt er. Vier Menüs werden am St. Augustin täglich angeboten, darunter auch ein Vegetarier-Menü. Bockwurst und Pommes gibt es nur eingeschränkt, sollen laut Goecke auch noch passend ersetzt werden.„Zudem gibt es bei uns noch eine AG Schulessen, in der auch Eltern die gesunde Ernährung der Kinder mit Tipps begleiten“, sagt Goecke. Riegel und kleine Süßigkeiten gibt es im St. Augustin immer noch. Diese sollen aber bald aus den Regalen entfernt werden. In der Kindertagesstätte „Zwergenland“ in Mutzschen wird seit Anfang des Jahres auch für die 62 Hortkinder der Mutzschener Grundschule mitgekocht. Deshalb wurde sogar noch eine Köchin mehr eingestellt. Hortleiterin Andrea Thill: „Alles wird frisch zubereitet. Tiefkühlkost gibt es nicht. Den Kindern schmeckt es, naja, nur der Eintopf kommt nicht so gut an. Aber das ist glaube ich bei allen Kindern so. Täglich wird zu den Hauptspeisen auch noch Kompott, Obst, Salat oder Joghurt gereicht. Wir sind sehr zufrieden.“ Zwischen täglich fünf Essen können die Brandiser Schüler wählen. Auch Vegetarier werden bei Frühlingsrolle oder Broccoli-Nussecke satt. Im Angebot ist außerdem Frischmilch aus Nemt.

Redakteur Muldentalzeitung

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