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Grimma Evangelisches Schulzentrum Großbardau fährt zum Schulpreis-Finale nach Berlin
Region Grimma Evangelisches Schulzentrum Großbardau fährt zum Schulpreis-Finale nach Berlin
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09:43 05.04.2016
Das Evangelisches Schulzentrum Großbardau. Quelle: Andreas Döring
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Grimma/Großbardau

Die Grundschule des Evangelischen Schulzentrums Muldental in Großbardau hat es in den Endausscheid des Deutschen Schulpreises 2016 geschafft. Der Sieger der 14 Bewerber wird am 8. Juni in Berlin gekürt. Das teilte am Montag die Robert-Bosch-Stiftung mit, die die Auszeichnung seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung vergibt.„Wir sind stolz, dass wir als einzige sächsische Schule die nächste Etappe gemeistert haben“, freut sich der Großbardauer Geschäftsführer Niko Kleinknecht.

Auf der Basis von Bewerbungsunterlagen aus 80 Bildungseinrichtungen war zunächst eine Vorauswahl getroffen worden. Im Januar überzeugte sich eine Jury in 17 Schulen, unter anderem in Großbardau, vom Unterricht und vom Schulumfeld (die LVZ berichtete). Die Juroren bewerteten sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.

Evangelisches Schulzentrum: Es ist für alle Kinder offen und bietet offenen Unterricht an. Interessante Angebote wie das Schmieden gibt es im Hort. Quelle: Andreas Döring

„Ich danke allen Beteiligten, den Schülern, Lehrern und Horterziehern und vor allem Antje Braunreuther und Claudia Leipold, die die Bewerbung bei der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung in die Wege geleitet haben“, sagt Geschäftsführer Kleinknecht. „Wir werden am 8. Juni mit zehn Personen nach Berlin fahren.“

Die weiteren nominierten Schulen kommen aus Bayern, Berlin (2), Brandenburg (2), Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (2), Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein (2). Außerdem sind zwei deutsche Auslandsschulen aus Peru und Südafrika mit dabei. Im zehnten Jahr des Wettbewerbs konnten sie sich für einen Sonderpreis bewerben.

„Wir hoffen, dass wir den begehrten Preis mit nach Hause nehmen können“, sagt Niko Kleinknecht. Hat doch das Evangelische Schulzentrum, in dem 290 Mädchen und Jungen von der Grundschule bis zum Gymnasium lernen, noch viel vor. „In diesem Jahr wollen wir unter anderem das Außengelände gestalten, einen Schulclub und ein Zimmer für die Oberstufe am Schulzentrum einrichten“, so der Geschäftsführer. „Wir hoffen aufßerdem auf die Zusage von der Bildungsagentur, die erste elfte Klasse in Großbardau beschulen zu können“, erklärt er. Da würde das Preisgeld richtig gut passen. Der Gewinner erhält immerhin 100 000 Euro. Damit ist der Deutsche Schulpreis der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland.

Seit dem Start 2006 haben sich über 1700 Schulen für den Preis beworben. Der Deutsche Schulpreis hat sich zu einer Bewegung guter Schulen entwickelt. Die Ausgezeichneten vernetzen sich miteinander und sorgen dann dafür, dass auch andere Schulen von den Erfahrungen und Ideen der Preisträger profitieren.

Von Cornelia Braun

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