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Ex-Landrat und Stadtrat flankieren jetzt Grimmas CDU-Stadtchef Simmler

Vorstandswahl Ex-Landrat und Stadtrat flankieren jetzt Grimmas CDU-Stadtchef Simmler

Der CDU-Stadtverband Grimma geht mit einer neuen Führungscrew die nächsten zwei Jahre bis zur Kommunalwahl an. Lutz Simmler (59), der die Christdemokraten an der Mulde seit zwei Jahren anführt, wurde im Amt bestätigt. Neu sind indes seine Stellvertreter: Ex-Landrat Gerhard Gey und Stadtrat Steffen Grimm. Der Vorstand besteht aus neun Personen.

Der Markt in Grimma.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Der CDU-Stadtverband Grimma geht mit einer neuen Führungscrew die nächsten zwei Jahre bis zur Kommunalwahl an. An der Spitze bleibt indes alles beim Alten. Lutz Simmler, der das Ruder vor zwei Jahren übernahm, erhielt Dienstagabend erneut das Vertrauen. 16 der 19 anwesenden Mitglieder stimmten für den 59-jährigen Hohnstädter, der keinen Gegenkandidaten hatte. Jüngere Mitglieder für den Vorstand zu werben, sei nicht gelungen, sagte er auch mit Blick auf den Chefposten. Der gelernte Verwaltungsbetriebswirt arbeitet stundenweise beim Geopark Porphyrland und ist auch bekannt als Vorsitzender des Seume-Vereins „Arethusa“.

Bei seinen zwei Stellvertretern gab es kräftig Bewegung. Simmler stehen jetzt Ex-Landrat Gerhard Gey und Stadtrat Steffen Grimm zur Seite. Verena Mannschatz, die ebenfalls im Stadtrat sitzt und bislang Simmlers Vize war, ist nun die Mitgliederbeauftragte und bleibt damit im Vorstand. Dietmar Senf, der vor zwei Jahren zum Stellvertreter gewählt worden war, hatte Anfang 2016 aus Protest zur Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel das Parteibuch hingelegt und damit eine Lücke gerissen.

Den neuen Vorstand des CDU-Stadtverbandes komplettieren Christian Krafczyk als Schatzmeister und vier Beisitzer: Uwe Engel, Thomas Hain, Thomas Rößler und mit Helga Preissler die Haupt- und Personalamtschefin im Grimmaer Rathaus. Rößler hatte die Christdemokraten der Muldestadt von 2011 bis 2013 angeführt und ist jetzt wieder neu in der Führungsmannschaft.

Simmler legte in seinem Bericht den Finger in einige offene Wunden. So beträgt das Durchschnittsalter der derzeit 54 Mitglieder im Stadtverband 65 Jahre. Das sei „sehr hoch und wird uns weiter beschäftigten“, sagte der CDU-Stadtchef. Im vorigen Jahr hätten vier Mitglieder den Verband verlassen, zwei traten neu ein. Im Stadtrat, wo die CDU nur vier der 26 Sitze inne hat, fehlt die Schlagkraft. Dort haben wir „eine ganz schwere Position“, sagte Simmler, der regelmäßig die Fraktionssitzungen besucht und somit das Bindeglied zum Vorstand ist. Derzeit habe die Stadt Grimma durch die Haushaltkonsolidierung kaum noch Gestaltungsräume, um so wichtiger sei es, bei Investitionsentscheidungen die Folgekosten im Blick zu haben. Die CDU-Stadträte würden dabei immer wieder nachhaken, lobte Simmler und nannte als Beispiele die Sportplatzverlagerung und den Wiederaufbau der Roggenmühle.

Aus Simmlers Sicht reagiert die Stadt Grimma zu wenig auf den demografischen Wandel. Die Bevölkerung nehme ab, der Altersdurchschnitt zu, und eine Umkehr sei nicht in Sicht. Seit 1990 habe Grimma 15 Prozent Einwohner verloren, Prognosen gingen bis 2030 von einem weiteren Rückgang von fünf Prozent aus. Insofern seien Investitionen zu hinterfragen, mahnte der CDU-Stadtchef an. Als Beispiel nannte er den avisierten Neubau der Oberschule Böhlen. Es sei zu überlegen, ob diese Ressourcen an anderer Stelle nicht besser eingesetzt werden könnten. „Diese Großinvestition lähmt in den nächsten Jahren den Stadthaushalt.“ Bei solchen Entwicklungen „sollten wir weiter den Finger draufhalten“. Jedoch anerkannte Simmler, dass die Stadt beim Schaffen von Flächen für Wohnbau und Gewerbe „intensiv dran“ ist. Grimma müsse den Menschen Möglichkeiten schaffen, hier bauen zu können. Positiv erwähnte er auch den Bau der Hochwasserschutzanlage und das Investprogramm „Brücken in die Zukunft“, aus dem Grimma 2,5 Millionen Euro schöpft.

Eine wichtige Aufgabe des neuen Vorstandes ist laut Simmler die Vorbereitung der Wahlen im Jahr 2019. Die CDU müsse schlagkräftig in den Wahlkampf gehen. Weiter vorankommen will der Verband auch beim Thema Information und bei der Stärkung des Zusammenhalts.

Von Frank Prenzel

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