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Experimentiertag in Großbothen: Kinder tüfteln in den Laboren von Wilhelm Ostwald

Bildung Experimentiertag in Großbothen: Kinder tüfteln in den Laboren von Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald hätte seine wahre Freude gehabt beim Anblick der vielen Mädchen und Jungen, die sich am gestrigen Kindertag zum „Experimentieren im Park“ eingefunden hatten. So nannte sich ein kostenfreies Projekt der Gerda- und Klaus-Tschira-Stiftung für Vor- und Grundschulkinder im gleichnamigen Park von Großbothen.

Kleine Wissenschaftlicher kommen im Ostwald Park von Großbothen ganz groß zum Zug.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma/Großbothen. Wilhelm Ostwald hätte seine wahre Freude gehabt beim Anblick der vielen Mädchen und Jungen, die sich am gestrigen Kindertag zum „Experimentieren im Park“ eingefunden hatten. So nannte sich ein kostenfreies Projekt der Gerda- und Klaus-Tschira-Stiftung für Vor- und Grundschulkinder im gleichnamigen Park von Großbothen.

Keine Frage: „Experimentieren macht Spaß und erweitert den Horizont eines Kindes um jede Menge neue und faszinierende Facetten“, sagte Simone Eichler, die die Fäden für das Experimt in der Hand hielt. Der Kindertag sei aber nur ein willkommener Aufhänger für die Premiere gewesen. Die Stiftung habe es sich auf die Fahnen geschrieben, die Wissenschaft auch Kindern näher zu bringen. Dafür seien im Park verteilt zehn verschiedene Forscherstationen aufgebaut worden. Das Deutsche Hygienemuseum Dresden zum Beispiel thematisierte das „Lebenselixier Wasser“, das Helmholtzzentrum Leipzig „Honig und Bienen“ oder das Carl-Bosch-Museum Heidelberg die Tiefenwirkung von 3-D-Brillen. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt Dresden fuhr mit einem kompletten Umweltmobil vor. Und an weiteren Ständen wurde unter anderem aktiv geforscht und probiert, mikroskopisch gearbeitet, aber auch gerechnet.

So neu sei diese Form der Wissensvermittlung an Kinder gar nicht, erklärte Eichler. „Wir bieten ja von je her im Haus Energie Museumspädagogik und Experimente für Kindereinrichtungen an. Aber jetzt suchten wir die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Bildungseinrichtungen wie etwa die Universität Leipzig, die Westsächsische Hochschule Zwickau oder die wissenschaftlich-technischen Lernorte von Jena, um den Kindern naturwissenschaftliche Phänomene zu erklären. Wann und warum schwimmt ein Ei im Wasser oben? Kann man Wasser mit Öl mischen? Was müssen Bienen leisten, um ein Kilogramm Honig zu sammeln? Wie sehen Insekten und Larven unter einem Mikroskop aus? Wie entsteht ein Wirbelsturm? Fragen über Fragen, deren Antworten immer neue Fragen aufwerfen. Spannender konnte so ein Tag für wissbegierige Kinder nicht sein.

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Bei einem Experimentiertag im Ostwald-Park von Großbothen konnten Kinder erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält. An verschiedenen Stationen rollten chemische, biologische und technische Prozesse ab. Nicht alles glückte. Am Ende siegte die Erfahrung.

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„Deshalb haben wir uns genau auf diesen Tag vorbereitet und informiert, was die Kinder hier erwartet, denn einiges davon behandeln wir gerade im Unterricht“, versicherte Sybille Schmitz, Lehrerin an der Wilhelm-Ostwald-Schule in Grimma. Die Bestätigung dafür kam von Linda Nowack, die prompt etwas über den Nobelpreisträger Ostwald zu berichten wusste. Alexander Rolle aus der Grundschule Bücherwurm erzählte mit Begeisterung davon, am Teich „irgendwelche kleinen Tiere“ gefangen zu haben, „die unter einem Mikroskop 40-mal größer wurden.“ „Das sind Tellerschnecken gewesen“, ließ Klassenkamerad Lukas Schmidt den Schlaumeier raushängen. Damit davon etwas haften bleibt, bekamen die Schüler von ihrer Lehrerin Annegret Günther den Auftrag, Notizen zu machen, um im Sachkundeunterricht darüber noch einmal zu sprechen.

Von Frank Schmidt

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