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Fachleute in Grimma helfen Kindern bei Entwicklungsdefiziten

Frühförder- und Frühberatungsstelle der Lebenshilfe Fachleute in Grimma helfen Kindern bei Entwicklungsdefiziten

60 Kinder betreuen zur Zeit die Mitarbeiter von der Interdisziplinären Frühförder- und Frühberatungsstelle der Lebenshilfe Grimma. Die Mädchen und Jungen, die aus dem Leipziger Land durch dieses Angebot der Lebenshilfe betreut werden, sind ausschließlich im Vorschulalter von null bis sechs Jahren.

Doreen Jungk (li.) und Ilona Hartung (re.) von der Lebenshilfe Grimma mit Katy, Alicia und Mia-Lena (v. li.) im Spiel- und Bewegungsraum.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Paul ist ein kleiner Zappelphilipp und kann nicht still sitzen. Marie ist ganz verzweifelt, weil ihre Bausteine nie übereinander stehen bleiben, Mary hat Probleme mit der Konzentration und der Sprache. Drei der insgesamt mehr als 60 Kinder, die zur Zeit von der Interdisziplinären Frühförder- und Frühberatungsstelle der Lebenshilfe Grimma in ihrer Entwicklung begleitet und unterstützt werden. Die Mädchen und Jungen, die aus dem Leipziger Land durch dieses Angebot der Lebenshilfe betreut werden, sind ausschließlich im Vorschulalter von null bis sechs Jahren, sagt Geschäftsführerin Elke Neldner. „Wenn Eltern Sorge haben, dass sich ihr Kind nicht altersgerecht entwickelt oder gar behindert sein könnte, wenden sie sich an uns.“ Auch durch Ärzte, Kliniken oder Kindereinrichtungen werden die Kleinen zur Lebenshilfe vermittelt. Das Jugendamt gibt dann, gemessen am individuellen Bedarf des Kindes, ein halbes Jahr, ein Jahr oder auch länger, die Bewilligung für eine gezielte, auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtete Förderung. „Mary hat schon große Fortschritte gemacht. Sie braucht viel Lob“, erzählt die pädagogische Fachkraft Kerstin Dietel. Dabei ordnet sie absichtlich die falschen Farben beim Würfelspiel ein. Mary reagiert sofort und korrigiert ihre Mitspielerin.

Das siebenköpfige Team der Beratungsstelle besteht aus ausgebildeten Heilpädagoginnen, Medizinpädagoginnen sowie Ergotherapeutinnen. In der Ergotherapie werden Kinder nicht nur im Kleinkindalter, sondern bis ins Schulalter betreut. „Durch eine umfassende Eingangsdiagnostik erkennen wir Entwicklungsrückstände und Problembereiche der Kinder sehr schnell“, sagt die Ergotherapeutin Sandra Liebmann Die 38-Jährige ist seit 15 Jahren in ihrem Beruf tätig. „Mir macht es hier in Grimma besonders viel Spaß, da ich mit Kindern arbeiten kann“, sagt sie. Hier erfolge in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, eine individuell auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtete Förderung. In der Förderstunde selbst werden den Kindern verschiedene Lernmaterialien, Spiele und Bewegungsmöglichkeiten angeboten, welche ihnen dabei helfen, ihre Umwelt besser wahrzunehmen, selbstständiger zu werden, konzentrierter zu arbeiten, kommunikativer zu sein und ihr Sozialverhalten in der Gruppe zu festigen.

„In unserer Frühförder- und Frühberatungsstelle bestehen optimale Voraussetzungen, um die Kinder zu fördern“, sagt deren Leiterin Doreen Jungk, die seit November 2014 in Grimma arbeitet. So gibt es unter anderem einen Turnraum, ein Spielzimmer und eine Kreativwerkstatt. „Auch im häuslichen Umfeld direkt bei den Familien zu Hause findet die Förderung und Beratung statt“, ergänzt Kerstin Dietel. Aus gutem Grund. „Mary musste erst einmal den Kontakt mit mir aufnehmen und sich öffnen. Deshalb fanden die ersten Stunden bei ihr im Kinderzimmer statt“, erklärt die Heilpädagogin. „Schließlich spielt auch die fachliche Beratung und Begleitung der Eltern eine wichtige Rolle. Sie macht die besondere Qualität in der Frühförderung aus und erhöht und sichert die Wirksamkeit der Förderung“, sagt Doreen Jungk. Ein erster Termin für ein offenes Beratungsangebot könne unkompliziert und unverbindlich telefonisch vereinbart werden. Im Anschluss daran, wird gemeinsam geschaut, welche Hilfen und Unterstützung benötigt werden und wie es weiter geht.

www.lebenshilfe-grimma.de

Von Cornelia Braun

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