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Grimma Fast 90 – Maler Günter Ketelhut ist noch immer voller Ideen
Region Grimma Fast 90 – Maler Günter Ketelhut ist noch immer voller Ideen
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00:17 23.01.2016
Der Künstler und sein Schaffen: Günter Ketelhut mit einer Skizze für das dritte Grimma-Buch.
Grimma/Bahren

 Der in Bahren bei Grimma lebende Maler und Grafiker Günter Ketelhut feiert dieses Jahr, am 9. September seinen 90. Geburtstag. Doch einen Schlussstrich unter sein inzwischen 60-jähriges künstlerisches Schaffen möchte er noch nicht ziehen.

Aktuell arbeitet er mit am Buch „Mein Grimma lob ich mir“, Band 3. Konkret an einer Skizze für eine Zeichnung, die einen Teenager widerspiegelt, der als Schüler der Erweiterten Oberschule (EOS), dem heutigen Gymnasium St. Augustin in Grimma, aus einem Internatsfenster gefallen sei. Zwar 12 Meter tief, dennoch soll er zum Glück unversehrt geblieben sein. „Eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 1981“, versichert Gerd Misselwitz aus Altenhain.

Der rührige Senior hat die Geschichte irgendwo ausgegraben, um sie als Beitrag für das Grimma-Buch aufzuarbeiten und preiszugeben. Und Ketelhut bat er um künstlerische Umsetzung. „Der Junge war mondsüchtig, hatte aber damals einen zuverlässigen Schutzengel“, tut der Altenhainer etwas geheimnisvoll, um vorab nicht zu viel zu verraten.

Kein Geheimnis ist, um auf das Künstlerleben von Ketelhut zurückzukommen, dass der Maler und Grafiker seit der Jahrtausendwende zahlreiche Nachwuchs- und Hobbymaler fördert und fordert. Etwa in einschlägigen Kunst- und Malkursen über die Volkshochschule Muldental. Aktuell hat er 13 Teilnehmer von jung bis alt. „Denn künstlerisch aktiv zu sein, ist keine Frage des Alters“, sagt Ketelhut und bedient sich schon mal eines Zitates von Marie von Ebner-Eschenbach. „Im Entwurf zeigt sich das Talent, in der Ausführung die Kunst“, habe mal die aus dem 19. Jahrhundert stammende österreichische Schriftstellerin gesagt. Eine Weisheit übrigens, die jeder Kursteilnehmer dieses Jahr zu seinem Geburtstag mit einer von Ketelhut persönlich gestalteten Glückwunschkarte vor Augen geführt bekommt.

Schon jetzt würden einige Kursteilnehmer ungeduldig der Zeit entgegenfiebern, wieder mit Ketelhut auf Motivsuche zu gehen. Ab Februar ist es wieder soweit, dann bis in den Oktober hinein, immer mittwochs und freitags laufen die Kurse. So erfolgreich, dass schon fünf seiner Schüler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) angenommen worden sind. Zuletzt, so erzählt Ketelhut stolz, Lena Stühmeier.

Dass sich die Kunst von Ketelhuts Schülern sehen lassen kann, beweisen zahlreiche Expositionen im Landkreis. Etwa in Arztpraxen und im Landratsamt. Der Künstler selbst präsentierte sich nicht nur überregional, sondern mit Vorliebe in Muldental. So auch seit 1973 mehrfach in der Grimmaer Galerie am Markt. Und ganz aktuell sind seine Werke unter „Der Loreley-Maler Ketelhut“ noch bis April im Kreiskrankenhaus Grimma zu bewundern.

Von Frank Schmidt

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