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Grimma „Faszination Farbe“: Neue Ausstellung im Ostwald-Park Großbothen
Region Grimma „Faszination Farbe“: Neue Ausstellung im Ostwald-Park Großbothen
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14:08 09.10.2016
Katy Reimelt, Mitarbeiterin des Ostwald-Parkes, lädt seit Freitag Besucher in die Ausstellung „Faszination Farbe“ ein. Quelle: Roger Dietze
Grimma/Großbothen

Welcher Ort wohl eignet sich am besten dafür, um an ihm das Thema Farbe einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen? Das Carl Bosch-Museum in Heidelberg, in dem das Leben und Wirken des 1940 in eben jener süddeutschen Stadt verstorbenen Chemie-Nobelpreisträgers nachgezeichnet wird, gibt auf diese Frage seit Freitag im Großbothener Wilhelm Ostwald-Park eine Antwort. In Form der Ausstellung „Faszination Farbe“, die nach ihrer erstmaligen Präsentation in Heidelberg nun Station in der musealen Einrichtung in der Grimmaer Straße 25 macht.

An einem Platz, an dem in den vergangenen Tagen laut der Geschäftsführerin der Carl Bosch Museum gGmbH, Sabine König, rund um die Uhr gearbeitet wurde, um die Ausstellung im Haus Werk pünktlich eröffnen zu können. Eine Ausstellung, an deren Beginn seine Initiatoren Sabine König zufolge vor zwei Möglichkeiten standen. Das Carl Bosch Museum aufgrund der Fülle des zu erwartendem Materials zu erweitern oder aber sich zu beschränken. „Wir haben uns für die zweite Option entschieden, unsere Vorahnungen hinsichtlich des Umfangs des Materials wurden aber bestätigt“, so König, die betont, dass die Ausstellung für breite Besuchergruppen konzipiert worden sei und es sogar zwei spezielle Familienführungen geben wird.

Skulptur soll für Park werben

Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) sicherte zu, für die Ausstellung insbesondere in den Schulen der Region die Werbetrommel zu rühren. „Ich bin überzeugt, dass diese Ausstellung den Bekanntheitsgrad des Wilhelm Ostwald-Parks steigern wird.“ Das Stadtoberhaupt merkte in diesem Zusammenhang an, dass die öffentliche Wahrnehmung der musealen Einrichtung trotz der eng mit dem Wirken der Gerda und Klaus Tschira-Stiftung verbundenen dynamischen Entwicklung der vergangenen Jahre noch zu wünschen übrig lasse. Dabei helfen, um an diesem Zustand etwas zu ändern, könnte eine neue Dauerwerbung für das Großbothener Museum und das angeschlossene Tagungszentrum in Form einer Skulptur von Oswalds weltberühmtem Farbfächer, die laut Berger für den Kreisverkehr nahe des Autobahn-Zubringers vorgesehen sei. In Verzug gekommen seien die Planungen, nachdem ein Mitarbeiter des sächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr auf einer maximal zweidimensionalen Ausführung der Skulptur beharrt hätte. Erst ein die Klarstellung enthaltendes Schreiben des im vergangenen Jahr verstorbenen Klaus Tschira an Ministerpräsident Stanislaw Tillich, dass es keine zweidimensionale Skulpturen geben würde, hätte wieder Bewegung in die Sache gebracht. „Ich gehe davon aus, dass wir den Kreisverkehr demnächst mit der Skulptur bestücken können“, so der Grimmaer Oberbürgermeister.

Ostwald hat sich intensiv mit Farben beschäftigt

Möglicherweise noch rechtzeitig, um der bis zum 5. März im Haus Werk laufenden Ausstellung „Faszination Farbe“ eine zusätzliche Publicity zu verschaffen. Einer Ausstellung, in der die Entstehung von Farben ebenso thematisiert wird wie die unterschiedliche farbliche Wahrnehmung von Mensch und Tier, die Gewinnung und Verwendung alter Naturfarben sowie die Entwicklung hin zu modernen Funktionsfarbstoffen. „Ein Teilbereich ist natürlich auch Wilhelm Ostwald gewidmet, was insofern hilfreich ist, weil auch viele unserer Besucher nicht wissen, dass der sächsische Chemie-Nobelpreisträger viel mit dem Thema Farbe zu tun hat“, erläutert Katy Reimelt, Mitarbeiterin des Ostwald Parkes.

Von Roger Dietze

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