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Grimma Fehler beim Software-Update in Grimma: Auf Park-Verwarnzetteln steht „unwirksam“
Region Grimma Fehler beim Software-Update in Grimma: Auf Park-Verwarnzetteln steht „unwirksam“
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00:19 17.06.2017
Womöglich waren mehrere Falschparker in Grimma von einem Software-Update betroffen. (Symbolfoto) Quelle: dpa-tmn
Grimma

Das passt in die Kuriositäten-Schublade: Der Altenbacher André Rotter fuhr am 1. Juni mit seinem Dienstwagen in eine Parklücke auf dem Grimmaer Frauenkirchhof – und versäumte es, die Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe zu legen. Das blieb nicht unentdeckt. Als er zurück kam, klemmte die Verwarnung des Ordnungsamts unter dem Scheibenwischer. Allerdings traute Rotter seinen Augen kaum. Zwar war sein Vergehen lang und breit beschrieben und dass er dafür ein Verwarngeld in Höhe von zehn Euro zu zahlen habe. Doch ganz unten auf dem Ausdruck stand ein irritierender Satz: „Durch diese Verwarnung wird der Vorgang mit der Verwarngeld-Nr. ... eingestellt und damit unwirksam.“ Also ist die Verwarnung hinfällig, „und man braucht vielleicht doch kein Geld bezahlen“, fragt und hofft der Altenhainer gleichzeitig.

Um die zehn Euro wird er wohl nicht umhin kommen. Es werde derzeit rechtlich geprüft, ob die Betroffenen zahlen müssen, sagte am Mittwoch auf LVZ-Anfrage Rathaussprecherin Marlen Sandmann. Der unglückliche Satz auf dem Ausdruck sei einem Software-Update des Anbieters geschuldet gewesen. Und hatte auch nur an dem einen Tag seine Auswirkung. Der Vollzugsdienst habe den Fehler bald bemerkt und die Software-Firma zur Änderung aufgefordert, so Sandmann. Die habe den Text sofort korrigiert. Vermutlich hatte ein IT-Mitarbeiter der Firma beim Update den unglücklichen Satz eingefügt. Von dem Fauxpas waren auch andere Kommunen betroffen, die sich des Anbieters bedienen und deren Verwarnungsschreiben über das System laufen.

Wie viele Falschparker in Grimma von der Panne betroffen sind und jenen ominösen Satz auf ihrer Verwarnung haben, ist beim Ordnungsamt nicht nachvollziehbar. Es spricht von Einzelfällen, da der Fehler schnell aufgefallen sei. Beschwerden habe es nicht gegeben, nur zwei Betroffene hätte sich an die Verwaltung gewandt, sagt Sandmann.

Beim Knöllchen verzichtet Grimma auf das auffällige Blatt mit einem Verbotszeichen. Die Politessen stecken einen Verwarnungsausdruck ans Auto, so dass der Falschparker sein Vergehen sofort nachvollziehen kann. Per Post flattert ihm dann noch der Verwarnbescheid ins Haus.

Von Frank Prenzel

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