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Grimma Feldarbeiten starten: Schädlinge machen Ärger
Region Grimma Feldarbeiten starten: Schädlinge machen Ärger
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13:53 19.05.2015
Frühjahrsarbeiten auf den Feldern. Die Landwirte starten nach dem milden Winter die Bestellung ihrer Äcker - künftig sollen weniger Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Quelle: Dirk Hunger

Möglich machen das etwa 30 agrarmeteorologische Messstationen, von denen sich vier im Landkreis - in Wurzen, Brandis, Dürrweitzschen und Niedergräfenhain - befinden.

"Wir wollen, dass die Landwirte weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen", macht Dr. Michael Kratz vom (LfULG) klar. Das entspreche den Vorgaben der EU und dem Nationalen Aktionsplan. Landwirte sollten die chemische Keule nicht mehr vorbeugend einsetzen, weshalb aus den Daten der Messstationen Modelle entwickelt werden, aus denen sich das Anrücken von Schädlingen ableiten lässt. Gemessen werden Niederschläge und Luftfeuchtigkeit, aber auch die Sonneneinstrahlung. In der Konsequenz seien Vorhersagen möglich, wann etwa Weizen, Raps oder Getreide von Schädlingen befallen werden könnten - und die Landwirte könnten dagegen vorgehen.

Dafür gebe es einen speziellen Warndienst, der etwa 1000 Landwirten ein- bis zweimal über potenzielle Schädlingsgefahren informiere. Kratz: "Wir liefern den Landwirten Entscheidungshilfen." Auch durch Stationen wie die in Dürrweitzschen, wo sich das Messgerät auf dem Gelände eines Obstanbaubetriebes befindet.

Die Messstationen wurde im Rahmen des Programms "Umweltgerechte Landwirtschaft" errichtet. Darüber hinaus versuchen die Mitarbeiter des Programms "Umweltgerechte Landwirtschaft" auch, gegen Mäuse, die bekanntlich für besondere Schäden auf den Feldern sorgen, vorzugehen. Experte Kratz gibt aber zu, dass sich das Verhalten der Nagetiere noch nicht wie gewünscht mit wissenschaftlichen Prognosemodellen vorhersagen lässt. Deshalb gehen LfULG-Mitarbeiter bestimmte landwirtschaftliche Anbauflächen zu Fuß ab und treten die Mauselöcher zu. Wenn die dann am Folgetag noch immer zu sind, lässt sich zumindest tendenziell das Verhalten der ungeliebten Vierbeiner prognostizieren.

Mittlerweile sind die ersten Schädlinge auf sächsischen Feldern aktiv. Es handelt sich um den sogenannten Gelbrost, einen bedeutenden Schadpilz für Getreidekulturen, der in ganz Mitteleuropa vorkommt. Dabei bilden sich auf Weizen- oder Gersteblättern gelbe Pusteln, so Kratz. Eine Art brauner Rost, der am Ende bewirkt, dass die Blätter absterben. Der Pilz hatte recht günstige Bedingungen in den letzten vergleichsweise warmen Monaten, sagt Kratz weiter. Wären die Temperaturen für längere Zeit unter fünf Grad minus gefallen, wäre er abgestorben. So aber hatte er gute Überlebenschancen, worüber das (LfULG) die Landwirte aber bereits ins Bild gesetzt hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.03.2015
Nikos Natsidis

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