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Grimma Festwoche im Jubiläumsdorf vom 2. bis 10. Juni
Region Grimma Festwoche im Jubiläumsdorf vom 2. bis 10. Juni
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00:33 28.05.2018
Großbardau putzt sich für seine 800-Jahr-Feier heraus. Auf einigen Grundstücken sind bereits originelle Figuren aufgestellt und auch diese große 800. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma/Grossbardau

Es ist angerichtet. Vom 2. bis zum 10. Juni feiert der Grimmaer Ortsteil Großbardau seine Ersterwähnung vor 800 Jahren und bietet ein Programm für jeden Geschmack. Die neuntägige Sause geht zurück auf eine Urkunde aus dem Jahr 1218, in der ein „Parda“ auftaucht. Damals pochte der sächsische Markgraf Dietrich der Bedrängte darauf, auch außerhalb der Bardauer Pfarrgemeinde eine Kapelle in seinem Schloss Grimma zu betreiben.

Extra gegründeter Heimatverein bereitet Jubiläum seit zwei Jahren vor

Schon die 750-jährige Existenz dieser Schrift hat Großbardau groß gefeiert. Um nun auch das 800. Bestehen würdig zu begehen, gründete sich vor reichlich zwei Jahren extra der Heimatverein Großbardau und nahm fortan die Organisation in die Hand. Als Veranstalter tritt aber die Stadt Grimma auf, womit dem Verein die Last solcher wichtigen Aspekte wie die Haftpflicht genommen ist. Die Verantwortung, die er schultert, ist deswegen nicht minder groß. Vereinschef Sebastian Bachran, der in der Stadtverwaltung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, spricht von einem Finanzrahmen von 36 000 Euro, der für die große Party zu stemmen ist.

Finanzierung ist gesichert

Noch am Jahresanfang klafften da einige Löcher, weshalb Bachran einen dringenden Appell in die Welt setzte. Mittlerweile sei die Summe aber gedeckelt, sagt der 34-Jährige. Der Verein kann sich über zahlreiche Spenden freuen. Einer der größten Sponsoren ist das Grimmaer Fuhrunternehmen Harry Lehne, das die Liveband am zweiten Festsonnabend finanziert. Die Stadt Grimma steuert laut Bachran 2500 Euro und natürlich Sachleistungen bei.

Auswärtige Besucher erwartet

Die Organisatoren rechnen zur Festwoche auch mit mehr als 15 000 auswärtigen Besuchern. Neben der Möglichkeit, an den Straßenrändern im Dorf das Auto abzustellen, werden zwei Gratis-Parkplätze geschaffen. So stellt die KÖG Kleinbardau Landwirtschafts GmbH eine Feldfläche am Sportplatz zur Verfügung, der am zweiten Wochenende zum Schauplatz des Geschehens wird. Bei starkem Regen werde der Acker aber nicht nutzbar sein, so Bachran. Doch die Fest-Macher setzen natürlich auf Sonnenschein und milde Temperaturen. Und bis auf den Kabarettabend am 5. Juni ist der Zutritt zu allen Programmpunkten kostenfrei.

Aus dem Festprogramm

Sonnabend, 2. Juni

14 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Malerisches Großbardau“ im Hof Parthestraße 5

19 Uhr: Eröffnung der 800-Jahrfeier, danach Sommernachtsball und After-Show-Party (Festzelt)

Sonntag, 3. Juni

9.30 Uhr: Posaunengottesdienst in der Kirche, anschließend Führung

10.30 Uhr: Musikalischer Frühschoppen mit den Hohburger Musikanten am Schmiedeteich

14 Uhr: Teichfest

Montag, 4. Juni

17.30 Uhr: Skatturnier (Weintraube)

19.30 Uhr: Konzert in der Kirche mit dem Kammerorchester „St. Wenceslai“

Dienstag, 5. Juni

19 Uhr: Kabarett „Sanftwut“ (Weintraube)

Donnerstag, 7. Juni

18.30 Uhr: Großbaurdauer Heimatabend (Weintraube)

Freitag, 8. Juni

16 Uhr: Sport Open Air auf dem Sportplatz mit Mitmach-Angeboten

19 Uhr: Löschangriff-Wettkampf

22 Uhr: Großbardau tanzt (Festzelt)

Sonnabend, 9 Juni

Ab 10 Uhr: Rundfahrten mit dem Oldtimerbus zu ausgewählten Höfen

12 bis 16 Uhr: Frühlingshoffest im Evangelischen Schulzentrum Muldental

14 bis 19 Uhr: Spaß am Dorfleben (Festplatz)

14.30 Uhr: Musikschule Fröhlich (Festzelt)

16 Uhr: Fußballspiel des SV Großbardau gegen den befreundeten tschechischen Verein TSJ Sokol Breznik

17.30 Uhr: Tanzgruppe Eyecatchers

21 Uhr: Band Rockpirat aus Weimar (Festzelt), danach After-Show-Party

Sonntag, 10 Juni

9.30 Uhr: Gospel-Festgottesdienst in der Kirche

10 Uhr: Frühschoppen mit der Band „Beatroot Stompers“ (Festzelt)

13 Uhr: Großer Festumzug, danach Abschlusskonzert des Jugendblasorchesters Grimma im Festzelt

Programm beinhaltet Ideen der Großbardauer

Seit zwei Jahren wird nun schon am Programm gestrickt. „Wir haben viel hinein gepackt, was mit Großbardau zu tun hat“, freut sich Bachran über die vielen guten Ideen der Einwohner. Weitere Jubiläen wurden mit der Jahrfeier verknüpft. Vor 50 Jahren wurde der neue Sportplatz eingeweiht, weswegen es am Freitag, dem 8. Juni, ab 16 Uhr ein Sport Open Air mit vielen Mitmachangeboten gibt. Ebenfalls vor fünf Jahrzehnten erhielt die Kirche zwei neue Glocken. Das wird mit einem Gospel-Festgottesdienst am Sonntag, dem 10. Juni, ab 9.30 Uhr gewürdigt.

Sehenswerte Ausstellung

Ans Herz legen möchte Bachran auch die Ausstellung „Malerisches Großbardau“, die am Sonnabend, dem 2. Juni, um 14 Uhr im Hof der Familie Berg in der Partenstraße 5 eröffnet wird. 80 abgelichtete Bilder des früheren Großbardauer Malers Rudolf Weber (1925-2009), der 1997 erblindete, sind in einer Scheune zu sehen. Die feierliche Festeröffnung ist am selben Abend um 19 Uhr im Festzelt. Ehe zum Sommernachtsball geladen wird, tritt hier der Großpösnaer Hobbyhistoriker Harald Köpping ans Mikofron und plaudert aus der Großbardauer Historie.

Floßtauziehen und Heimatabend

Geschichte und Geschichten des Jubiläumsdorfes ziehen sich durchs gesamte Festprogramm. So beim Teichfest-Klassiker am 3. Juni ab 14 Uhr, wo es auf dem Schmiedeteich wieder das lustige Floßtauziehen gibt. Stolz ist Bachran auch auf den Heimatabend am Donnerstag, dem 7. Juni, ab 18.30 Uhr in der „Weintraube“. Etwa 50 Akteure wirken mit und werden so manche Anekdote zu erzählen wissen. Die Kirche etwa soll einmal zwei Türme gehabt haben. Und Großbardau war einst eine wichtige Station auf der böhmischen Salzstraße.

Festumzug wird Höhepunkt am Ende

Mit der Partynacht „Großbardau tanzt“ wird am 8. Juni das zweite Festwochenende eingeläutet. Dann laden auf dem Festplatz auch Schausteller und Händler ein. Ab 14 Uhr heißt es am 9. Juni „Spaß am Dorfleben“, und mit dem Milchkannenweitwurf ist dabei für einen echten Gaudi gesorgt. Die Weimarer Band „Rockpirat“ lockt am Abend ins Festzelt mit seinen 600 Plätzen, und der abschließende Höhepunkt ist am 10. Juni ab 13 Uhr der 70 Bilder umfassende Festumzug. An Werbung für die große Schaffe mangelt es nicht. Der Verein hat extra eine Website eingerichtet und 7000 Flyer verteilt. Es ist angerichtet.

Von Frank Prenzel

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