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Grimma Feuerbrand wütet auf Militärgelände
Region Grimma Feuerbrand wütet auf Militärgelände
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16:06 19.05.2015
Wie verbrannt: Die Hecke im Diebessteig auf dem Rumberg in Grimma. Quelle: Frank Schmidt

"Seitdem hat sich der Feuerbrand explosionsartig ausgebreitet", sagte Viehweg gestern. Seiner Auffassung zufolge sind nicht nur Bäume auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz am Rumberg betroffen. "Auch an der Parthe verfärben sich bereits Bäume nach dem klassischen Bild des Feuerbrands", so der Grimmaer.

Der in den letzten Jahren stark gewucherte Rot- und Weißdorn, ideale Wirte für die Pflanzenkrankheit, zeigt auf dem 250 Hektar umfassenden Areal deutliche Spuren des durch Bakterien hervorgerufenen Feuerbrands. Die Triebspitzen einzelner Bäume welken von oben herab, die Blätter bleiben braun an den Ästen hängen. Während am Diebessteig große Teile einer Windschutzhecke wie von der Sonne verbrannt dastehen, zeigen die vereinzelt stehenden Bäume auf dem Gelände deutliche Verfärbungen und verwelkte Äste.

Im zehn Kilometer entfernten Dürrweitzschen beobachten die Obstbauern die Entwicklung mit großer Sorge. "Wir müssen aufpassen, dass wir uns das nicht einfangen", sagte Obstland-Vorstand Michael Erlecke. Wegen der latenten Gefahr des Feuerbrands mussten die Obstbauern in diesem Jahr rund 60 Bäume roden. "Das ist aber normal", so Erlecke. Eine weitere Infektion befürchtet er jedoch nicht. "Der Zeitpunkt ist vorbei." Aber damit eine Ausbreitung des Bakteriums im nächsten Jahr gebannt sei, müsse jetzt eine effektive Bekämpfung der befallenen Herde gesichert werden. Wie Bernhardt versicherte, seien Rückschnitt oder Rodung befallener Pflanzen bereits angeordnet. "Die befallenen Gehölze müssen vor Ort verbrannt werden." Weil derzeit keine Ausbreitung des Feuerbrandes drohe, sei die Gefahr gebannt.

Die Entwarnung sorgte auch im Landratsamt für Erleichterung. "Es ist zu hoffen, dass es keine weitere Ausbreitung des Feuerbrandes geben wird," so Landrat Gerhard Gey (CDU), "die Obstbauern in der Region sind durch den späten Frühlingsanfang und das Hochwasser ohnehin bereits stark belastet."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.08.2013

Schöppenthau, Birgit

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