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Grimma Feuerwehr Hohnstädt stellt Mannschaftswagen in Dienst
Region Grimma Feuerwehr Hohnstädt stellt Mannschaftswagen in Dienst
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00:35 06.05.2018
Der neue Stolz einer ganzen Truppe. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohnstädt haben diesen VW-Bus aufgetrieben und für sich als Mannschaftstransportwagen hergerichtet. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Hohnstädt

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohnstädt fahren auf einen ganz besonderen VW-Transporter ab. Es ist ein T 4, ein Kleinbus, den sie in dieser Form lange gesucht und unlängst im Internet gefunden haben. Und zwar in Polleben nahe Eisleben, wo er bisher als Feuerwehrauto ausgemustert wurde. Für die Hohnstädter Kameraden allerdings ist das ein Segen, denn sie brauchen dringend solch einen Mannschaftstransportwagen für ihren Feuerwehrdienst.

Finanzierung aus eigener Tasche

Das Besondere daran ist die Finanzierung. „Wir haben das Fahrzeug aus eigener Tasche bezahlt“, ließ Florian Knochenmuß, Pressesprecher der Hohnstädter Wehr, aufhorchen. „Es gibt einen Brandschutzbedarfsplan. Und über den haben wir ja ein modernes Löschfahrzeug und einen Schlauchtransportanhänger öffentlich finanziert und zur Verfügung gestellt bekommen. Weil wir aber mit 32 aktiven Kameraden eine relativ gut aufgestellte Truppe sind, fehlt es uns an Transportraum für die Leute. Insbesondere dann, wenn es zu Veranstaltungs-, Übungs- und Ausbildungsfahrten geht“, erklärte Knochenmuß.

Bestes Beispiel seien Fahrten zur Ausbildung für Atemschutzträger. Soll also heißen, der Mannschaftstransportwagen verfüge zwar wie jedes andere Feuerwehrauto über funktionierendes Blaulicht und Martinshorn, werde es aber kaum oder gar nicht brauchen, da er primär nicht als Einsatzfahrzeug ausrücken solle, betonte Knochenmuß.

Jeder Kamerad hat einen Betrag beigesteuert

Was die genaue Kaufsumme angehe, so wollte man sich dazu nicht öffentlich äußern. Nur soviel sei gesagt: „Jeder Kamerad hat sich seinen Möglichkeiten entsprechend an dem Betrag im unteren vierstelligen Bereich beteiligt. Aber viel wichtiger zu erwähnen ist, dass der Kaufpreis nicht wirklich den jetzigen Wert des Fahrzeuges widerspiegelt“, sagte Knochenmuß.

Instandsetzung des Wagens

Denn mit gut 20 Jahren auf dem Chassis waren noch eine Menge Arbeiten nötig, um daraus ein Schmuckstück zu machen. So wurden der Unterboden erneuert, Rost entfernt, Lackschäden ausgebessert und der Innenraum aufgearbeitet. „Inklusive einer neuen Beschriftung hat das Auto eine komplette Instandsetzung bekommen, die dank Sponsoren von unseren Kameraden in Eigenleistung erbracht wurde.“

OBM Berger lobt das Engagement

Gleichwohl die Stadt dafür keinen Cent locker gemacht hat, bekamen die Hohnstädter Kameraden für ihr Projekt volle Rückendeckung aus dem Rathaus. Denn sowohl die zuständige Ordnungsamtsleiterin, Katrin Werner, als auch Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) ließen es sich nicht nehmen, die Inbetriebnahme des Fahrzeuges mit wertschätzenden Worten für das Engagement der Kameraden abzusegnen. Was letztendlich ein guter Anlass war, daraus vor dem Gerätehaus ein kleines Hohnstädter Volksfest zu initiieren.

Von Frank Schmidt

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