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Grimma Feuerwehr Neichen wird Gemeinschaftszentrum
Region Grimma Feuerwehr Neichen wird Gemeinschaftszentrum
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04:52 05.11.2018
Das Feuerwehrgerätehaus Neichen. An der Rückseite möchte die Stadt einen Steg zum Hang anbauen, damit das Obergeschoss barrierefrei zugänglich ist. Quelle: Frank Pfeifer
Trebsen/Neichen

Im Zentrum des öffentlichen Gemeindelebens steht in Neichen seit langem das Feuerwehrgerätehaus. Eigentlich wurde es aber nur für die Floriansjünger konzipiert. Um nun der Realität Rechnung zu tragen, soll die Nutzungsart formell geändert werden. Das schließt bauliche Veränderungen ein.

Ortsgruppe der Volkssolidarität hier zu Hause

„Das Haus entwickelt sich zunehmend zum vielfältig kulturell genutzten Zentrum des Ortsteils“, begründet Bauamtsleiterin Marika Haupt das Vorhaben. „Ziemlich alle Veranstaltungen finden im beziehungsweise am Gebäude statt.“ Sämtliche Bevölkerungsschichten würden ein- und ausgehen. Vor allem seien es aber die Älteren, auf die Angebote zugeschnitten sind, zum Beispiel durch die Ortsgruppe der Volkssolidarität.

Wenn das Gerätehaus nun offiziell eine Begegnungsstätte werden soll, müssen die dafür geltenden Vorschriften eingehalten werden. Dazu gehört ein barrierefreier Zugang. Einen solchen will die Kommune nun schaffen, der Stadtrat gab schon grünes Licht.

Umbauten ermöglichen barrierefreien Zugang

Vom Hang an der Nerchauer Straße soll ein Steg zum Obergeschoss des Hauses angebaut werden. Damit wäre die Ebene mit dem Versammlungs- und Veranstaltungsraum sowie der Küche ohne Stufen für Rollstuhlfahrer erreichbar. Gleichzeitig sollen an der Nerchauer Straße Park- und Halteflächen hergerichtet werden.

Marika Haupt schätzt die Gesamtsumme auf 180 000 Euro, für die Fördermittel vom Freistaat aus dem Programm „Vitale Dorfkerne“ in Aussicht stünden. Um auf eine genaue Summe zu kommen, müssen nach ihren Worten aber zunächst die ersten Planungen in Auftrag gegeben werden. Dafür gab der Stadtrat die Mittel frei.

Feuerwehr nutzt Gebäude auch weiterhin

Alternativen zum Steg kommen aus Sicht des Bauamts nicht in Frage. „Einen Lift anzubauen, wäre schlecht“, sagt Haupt. „In einer Gefahrenlage bekommen wir die Leute nicht runter.“ Der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses sei aus wirtschaftlicher Sicht nicht gerechtfertigt, weil in Neichen nur um die 300 Einwohner leben.

Für den Bau des Feuerwehrgerätehauses hatte Trebsen einst Fördermittel erhalten. Haupt sieht nicht das Problem, dass diese wegen der Umwidmung zurückgezahlt werden müssen. „Vorrangig wird das Gerätehaus weiterhin von der Feuerwehr genutzt“, argumentiert sie.

Von Frank Pfeifer

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