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Feuerwehrauto in Eigenregie

Feuerwehrauto in Eigenregie


Nerchau/Cannewitz. Lange hatte die Cannewitzer Wehr nur ein einziges Fahrzeug. Seit neuestem können die Kameraden sogar mit drei(!) Gefährten aufwarten.

. Ganze 32 Jahre hatte der legendäre feuerrote B 1000 auf dem Buckel, ehe er 2003 zugunsten des modernen TSF-W in Rente ging und seitdem Museumsstück ist. Neben dem Tragkraftspritzenfahrzeug mit 500 Litern Wasser verfügen die Cannewitzer auch über ein Dienstfahrrad. Das wiederum brauchen sie, um vom Depot aus zum sogenannten „Haus 2" zu radeln. In dieser von den Kameraden auf Vordermann gebrachten Garage funkelt jetzt der neue Stolz des Cannewitzer Fuhrparks – der VW Golf IV.

Wehrleiter Jens Eisermann: „Unser Löschauto bietet nur sechs Leuten Platz. Im Alarmfall sind wir aber mehr Kameraden. Die brausten bislang mit dem eigenen Pkw zum Einsatzort. Passiert unterwegs was, hätten sie den Schaden selber regulieren müssen und wären von ihrer Versicherung hoch gestuft worden. Weil das nicht die Norm sein kann, bemühten wir uns um ein weiteres Auto."

Ein dreiviertel Jahr fahndeten die Cannewitzer nach einem fahrbaren Untersatz. In Oschatz stießen sie auf den gebrauchten roten Volkswagen. 100 000 Kilometer hat er auf der Uhr. Um die Stadtkasse zu schonen, folgten die Cannewitzer dem Beispiel der Fremdiswalder Wehr, die ihr zusätzliches Mannschaftsauto auch komplett über Sponsorengelder finanzierte. Die Nerchau-Mutzschener Agrar und Service GmbH, der Pflegedienst Marion Albrecht, die Zimmerei Busch und die Firma „Schraubenschlüssel" Jens Mehnert brachten den entsprechenden Rubel ins Rollen. Die Stadt verpflichtete sich im Gegenzug, die fixen Kosten zu tragen. Kamerad Martin Jänsch übernahm die Lackierarbeiten, Gerätewart André Hempel sorgte für den Umbau zum Feuerwehrauto: „Um das Blaulicht auf das Dach zu montieren und die Kabel anzuschließen, nahm er sogar den Himmel raus", ist Wehrleiter Eisermann voll des Lobes.

Die Wehr ist gut 30 Mann stark. Die Nachwuchsleute Paul Kompe, Tom Löffelmann und Manuel Schulte schafften den Sprung in die Erwachsenenabteilung. Schon bald haben die Cannewitzer neun Atemschutzträger. Und im Herbst gehen die nächsten fünf Kameraden zur Schulung. Gehen? „Nee, die fahren mit dem VW, sobald er beim Kreisbrandmeister angemeldet ist."

Haig Latchinian

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