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Grimma Feuerwehren laden Politiker zur Debatte nach Bad Lausick ein
Region Grimma Feuerwehren laden Politiker zur Debatte nach Bad Lausick ein
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05:05 25.04.2018
Beim Besuch von Bundespräsident Walter Steinmeier (SPD) im November machte die Freiwillige Feuerwehr Bad Lausick darauf aufmerksam, dass die Zukunft der Wehren nicht mehr gesichert ist. Quelle: Thomas Kube
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Bad Lausick

Euro-6-Norm für Löschfahrzeuge? Um die Abgastechnik platzieren zu können, müsse man auf 600 Liter Löschwasser verzichten, das dann an der Brandstelle fehle, hat Tim Barczynski, Stadtwehrleiter von Bad Lausick, überschlagen.

Für ihn und seine Mitstreiter in allen Kurstadt-Wehren ist diese Forderung der Politik ein Beispiel dafür, wie entfernt man in Dresden zumindest in manchen Punkten von der Einsatzrealität ist. Der Einladung des Innenministeriums zur Tagung „Denkfabrik Feuerwehr“ konnte Barczynski nicht folgen – beruflich bedingt und weil er es für sinnvoller hält, dass sich die Politiker und Experten des Landes vor Ort ein ungeschminktes Bild machen sollten.

„Politiker sollen herkommen“

„Die Politik will uns aufs Maul schauen, um es mit Luther zu sagen. Dann sollen sie sich ins Auto setzen und herkommen. Wir laden sie ein.“ Einen Brief mit seiner Lagebeschreibung schickte Barczynski inzwischen an die Fraktionen im sächsischen Landtag.

Mit den Bad Lausicker Wehrleitern sei er sich einig, sagt Barczynski: Eine Fachdebatte in kleiner Runde bringe mehr als große Tagungen, mehr als „markige Worte und Flyer-Aktionen“. Das betreffe nicht nur die Personalfrage („Warum wird nicht einfach pro Dienstjahr ein Rentenpunkt gutgeschrieben?“), sondern auch viele andere Themenfelder: die Kooperation mit der neuen, nun in Leipzig etablierten Leitstelle, den Digitalfunk, die Förderpolitik bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge, die langwierige Regulierung des Verdienstausfalls für einen Unternehmer, wenn er seinen Mitarbeiter im Alarmfall ausrücken lässt.

„Sanierungs- und Ausrüstungsstau zu groß“

Dass der Freistaat Geld gebe für seine Feuerwehren, sei anzuerkennen; das sei nicht in jedem Bundesland so. „Abe das reicht nicht. Der Sanierungs- und Ausrüstungsstau ist zu groß. Wir sollten aufhören, uns etwas vorzumachen, und pragmatisch die Probleme lösen.“

Von Ekkehard Schulreich

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