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Feuriger Tanz in Grimmas kaltem Keller

Feuriger Tanz in Grimmas kaltem Keller

Grimma. Beliebt seien die Führungen durch das Grimmaer Tiefkellersystem ohnehin, sagte Bernd Voigtländer, Grimmaer Stadtführer.

. Dennoch kämen die Besucher besonders gern zu den Terminen, bei denen mystische Klänge und Elfentanz für ein besonders Flair in den Stollen sorgen. Am vergangen Freitag war es wieder soweit.

Rhythmische Trommelklänge hallten durch die schmalen Gänge. Feucht war es. Der Regen der vergangenen Tage hatte sich seinen Weg auch in den Berg gebahnt und tröpfelte von den Decken. Ab und an war ein leises Summen zu vernehmen. Kerzen zeigten den Weg, Taschenlampen leuchteten auf und zauberten Schatten auf die Gesichter von Elfen, die in der 1000-jährigen Eishöhle tanzten.

Beliebt seien die Führungen durch das Grimmaer Tiefkellersystem ohnehin, sagte Bernd Voigtländer, Grimmaer Stadtführer. Dennoch kämen die Besucher besonders gern zu den Terminen, bei denen mystische Klänge und Elfentanz für ein besonders Flair in den Stollen sorgen. Am vergangen Freitag war es wieder soweit.

Spätabends ging es hinein in den Berg. Bernd Voigtländer und Frank Ziegra erklärten einiges zur Geschichte der Keller im Porphyrfelsen und stimmten ein auf rund 540 Meter Weg, der meist in gebückter Haltung absolviert werden muss. Die Kinder in den Gruppen hatten gut lachen. Wer indes mehr als 1,70 Meter maß, nutzte jede Nische, um sich zu strecken. Nischen suchten derweil auch die Musiker um Damenza Nvioki. Während die Gäste Meter um Meter tiefer in den Felsen drangen, sich an Plastikratte oder -spinne erfreuten, hatten sie in der Eishöhle schon alles für ein kleines Konzert vorbereitet. „Das spielen wir am Ende", erzählte Damenza, der aus dem Kongo stammt, seit 1998 in Leipzig lebt und seit Jahren mit der Gruppe „Waru" für Musik im Grimmaer Berg sorgt. Didgeridoos seien es sonst, die hier erklingen. „Das hat aber diesmal wegen anderer Termine und Urlaub nicht geklappt", sagte Damenza. Deshalb habe er seine Trommler mitgebracht. Denn neben seinem Engagemant bei „Waru" leite er die Trommel- und Tanzgruppe „Ndungukina".

Die Musiker der Band verteilten sich im Stollen. Wären schmale Durchlässe sowie ab und an ein wenig unwegsames Gelände nicht gewesen, hätte es diesmal auch heißen können „immer den Ohren nach". Für Bernd Voigtländer war es mitunter sogar ein wenig zu feurig. „Ich versteh selbst gar nichts mehr", schmunzelte der Grimmaer, als er am Ziel der Kellerwanderung noch von der Bedeutung der großen Höhle erzählen wollte. Das hieß: Pause für die Trommler. Nachdem die Besucher jedoch erfahren hatten, dass hier einst Berge von Eis monatelang hielten und sozusagen der Kühlvorrat vieler Grimmaer war, legte „Ndungukina" wieder los. Dazu tanzten die Elfen der „Dazzling flights" aus Grimma. Diese hatten zuvor schon manchen Gast aus Nischen heraus überrascht. „Huch, jetzt war ich aber erschrocken", war nicht nur einmal zu hören. Doch genau das ist es wahrscheinlich, was die mystischen Führungen zu den besonderen macht.

Conny Hanspach

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