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Finanzierung für Anbau an Trebsener Grundschule platzt

Landratsamt legt Veto ein Finanzierung für Anbau an Trebsener Grundschule platzt

Aus allen Nähten platzt die Trebsener Grundschule. So wandte sich die Bildungsstätte an die Kommune mit der Bitte um mehr Platz. Dieser soll nachgekommen werden – mit einem weiteren Anbau. Die Finanzierung, die sich die Stadt erhoffte, ist jedoch geplatzt.

Die Grundschule Trebsen. Trotz eines Anbaus aus dem Jahr 2003 reicht der Platz nicht mehr aus. Nun soll ein weiteres Gebäude entstehen, und zwar im Garten der Bildungsstätte.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Aus allen Nähten platzt die Trebsener Grundschule. Zum einen verzeichnet die Stadt einen Zuwachs an Kindern. Außerdem sank seit 2003, als ein Anbau bezogen wurde, der Klassenteiler von 32 auf 28 Schüler, wodurch sich die Zahl der Klassen erhöhte. So wandte sich die Bildungsstätte an die Kommune mit der Bitte um mehr Platz. Dieser soll nachgekommen werden – mit einem weiteren Anbau. Die Finanzierung, die sich die Stadt erhoffte, ist jedoch geplatzt.

Als Interimslösung wurden zunächst zwei Mehrzweckräume unterm Dach umgerüstet, in denen sich die Bibliothek und das Schulmuseum befanden. Jetzt werden dort die Schüler unterrichtet. „Allerdings sind die Lichtverhältnisse nicht optimal, denn die Zimmer haben Gauben“, erläutert Bauamtsleiterin Marika Haupt.

Da der Bestand keine weiteren Räume hergibt und an das bestehende Haus auch nicht direkt angebaut werden kann, soll im Garten das andere Gebäude entstehen, das über einen zehn Meter langen Gang vom Haupthaus aus erreichbar sein wird. „Dort wollen wir zwei Klassenzimmer, einen Speisesaal mit Ausgabeküche, Toiletten – teilweise für Behinderte –, eine Garderobe, einen Technikraum und einen Raum für den Hausmeister unterbringen“, erläutert Haupt.

Der Abstand zwischen Alt- und Neubau wird so groß wie möglich gewählt, damit letzterer bei Bedarf später aufgestockt werden kann. „Wir wissen nicht, ob einmal auch Fachkabinette für Grundschulen eingeführt werden, zum Beispiel für die Kunsterziehung oder den Computerunterricht“, so Haupt.

Den ganzen Kraftakt wollte die Kommune über das Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ von Bund und Land stemmen. Ihr stehen 372 879 Euro zu, mit denen sie den Großteil der benötigten Eigenmittel hätte stemmen können. Die Fachförderung des Freistaats zur Verbesserung der Schulinfrastruktur hätte ihr übriges dazu getan.

Da ging das Landratsamt aber nicht mit. Angesichts der Haushaltskonsolidierung, in der sich Trebsen befindet, soll die Stadt nach Ansicht der Kreisbehörde mit dem Geld aus dem Investitionspaket kleinere Brötchen backen und nicht alles für ein Projekt ausgeben. Das macht die Lage für die Abgeordneten schwierig.

Ihnen sitzen die Platzprobleme der Schule im Nacken, andererseits können sie nicht aus dem Vollen schöpfen. So stimmten sie jetzt zwar dem Erweiterungsbau zu, allerdings mit dem Vorbehalt, dass die Fachförderung und die Eigenmittel vorhanden sein müssen. Ein Brocken, denn nach den Schätzungen würden die Beihilfen aus der Fachförderung knapp 593 000 Euro betragen, Trebsen müsste selbst fast 890 000 Euro aufbringen – woher diese kommen sollen, ist noch unklar.

Für das Geld aus dem Investitionspaket hat die Kommune inzwischen einen Plan B entwickelt. „Es handelt sich aber um eine Arbeitsliste, die mit großer Wahrscheinlichkeit noch einigen Änderungen unterworfen werden muss“, sagt Kämmerer Martin Sittauer.

Sie enthält Vorhaben, von denen einige schon begonnen oder gar abgeschlossen worden sind. Im Einzelnen sind das der Abriss der Tabakhallen und Sanierungen am Feuerwehrgebäude in Seelingstädt, der Einbau eines zweiten Rettungswegs in der Grundschule, der Austausch und die Erneuerung von Straßenbeleuchtungen, die Installation der Abgasabsauganlage in der Feuerwehr Trebsen und die Parketterneuerung in der Kulturstätte. „Für alles zusammen würden die Mittel aus dem Investitionsprogramm aufgebraucht“, erklärte Sittauer, der versprach: „Sie gehen uns nicht verloren.“

 

Von Frank Pfeifer

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