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Grimma Firebirds-Festival in Trebsen zieht Besucher an
Region Grimma Firebirds-Festival in Trebsen zieht Besucher an
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00:18 05.07.2017
Die Firebirds spielen und Hunderte feiern auf Schloss Trebsen am Wochenende drei Tage lang den Rock ’n’ Roll. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen

Ob mit Hits wie Roll Over Beethoven, Rama Lama Ding Dong und Rock Around The Clock oder Shake, Rattle and Roll, Rock And Roll Music und Come On, Let’s Go – auf Schloss Trebsen rockte drei Tage der Bär. Zum sechsten Mal hallte Musik der 50er und 60er Jahre vom Feinsten weit über die ehrwürdigen Mauern hinaus. Mit 35 Bands und einem Dutzend DJs zelebrierten die Fans das inzwischen legendäre Firebirds Festival.

Und auch die aus Leipzig kommenden Feuervögel als Veranstalter flogen selbst ein und krönten das dreitägige Spektakel mit ihrem frenetisch umjubelten Auftritt. „Back to the 50s and 60s“, also zurück in die unvergessene Zeit des Rock ’n’ Roll, das war ungeniert ausgelebtes Motto der Besucher. Was sowieso ein Ohrenschmaus war, wurde von und für Anhänger der Szene optisch aufgehübscht. Denn verdammt viele Besucher kamen im entsprechenden Outfit.

Mit 35 Bands und einem Dutzend DJs zelebrierten die Fans am Wochenende das inzwischen legendäre Firebirds-Festival. Auf Schloss Trebsen rockte drei Tage der Bär. Zum sechsten Mal hallte Musik der 50er und 60er Jahre vom Feinsten weit über die ehrwürdigen Mauern hinaus.

Die Damen folglich in Pettycoats und die Herren selbstredend im Rockabilly-Look mit weiten und an Trägern aufgehängten Hosen sowie gut gegelten Tollen und Locken in den Haaren. Wer sozusagen in Zivil kam, konnte sich im Modezelt Tipps holen und freilich auch vor Ort selbst einkleiden, ja sogar frisieren lassen.

Genau dieser Lifestyle ist für Konrad Schöpe und seine Jungs von der Band The Firebirds alltäglicher Usus, den sie mit dem Festival in ganzer Bandbreite ausleben. „Dieses Klassentreffen von Freunden und Anhängern der 50er und 60er Jahre, so nennen wir das Festival, ist ein absolutes Herzensprojekt, für das wir sehr viel Kraft aufwenden sowie viel Zeit und Geld investieren, obwohl es nicht wirklich kostendeckend ist. Aber das gönnen wir uns, weil wir damit eine Veranstaltung bauen, wie wir sie uns als Gast selber wünschen würden“, gab Schöpe Einblicke in seine Motivation für dieses Musikprojekt.

„Ich bin der Mischa.“ „Und ich die Uta“, stellten sich zwei Besucher aus Leipzig vor, die zum Festival-Urgestein gehören. Warum? „Schau dich um, jeder kennt jeden. Oder man lernt sich bei Gute-Laune-Musik kennen. Das Festival ist Lebensfreude pur“, schwärmten beide und verschwanden wieder auf die Tanzfläche. Und was dann nicht nur Mischa und Uta aufs Parkett legten, sah zwar verdammt locker und cool aus, will aber gekonnt sein.

„Deshalb sind wir extra aus Nürnberg hergekommen“, sagten Rebecca und Christoph sowie Jalila und Torsten, die ihre Zelte im Schlosspark aufgeschlagen hatten. „Uns haben besonders die Tanz-Workshops angelockt, weil wir zu Hause gerade den Boogie-Woogie tanzen lernen. Wir sind also nicht nur wegen der Firebirds hier, die uns bis lang nicht wirklich so bekannt waren.“

Damit gehörten die vier zur absoluten Ausnahme. „Wenn man in Mitteldeutschland und längst auch darüber hinaus von Rock ’n’ Roll spricht, kommt man an den Firebirds nicht vorbei, und das seit 25 Jahren“, sagte Bert Klingner aus Freiberg und spielte damit auch auf deren diesjähriges Bandjubiläum an. „Wo immer sie auftreten, wir sind dabei – meistens. Die Jungs sind locker drauf und ziehen dich vom Alltagsstress runter“, ergänzte Berts Frau, Katja.

Von Frank Schmidt

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