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Firma Drechsler Anlagentechnik investiert trotz Krise

Firma Drechsler Anlagentechnik investiert trotz Krise

Mitten in der Wirtschaftskrise investiert ein Grimmaer Unternehmer rund 200 000 Euro, um für seinen mittelständischen Betrieb, die Firma Drechsler Anlagentechnik, eine neue Werkhalle zu bauen.

Grimma. Die Richtkrone steht noch auf der Dachkonstruktion, da ist der Bau am Rande des Gewerbegebietes Gerichtswiesen schon ein gehöriges Stück weiter gegangen. Vor einem guten Monat begann der Bau, Mitte November soll die Halle fertig sein. Dann verfügt die Firma erstmals über einen eigenen Portalkran. Der fehlte in der bisherigen Werkstatt, und das erwies sich zunehmend als Problem für das Unternehmen, das Fernwärmestationen baut. Das sind Anlagen, die überall dort eingebaut werden, wo die von einem Versorger per Heiztrasse gelieferte Wärme aufbereitet und auf die einzelnen Heizkreisläufe im jeweiligen Gebäude verteilt werden muss.

Bei Drechsler gefertigte Anlagen stehen in mehreren öffentlichen Gebäuden in Grimma, kommen aber auch deutschlandweit und im Ausland zum Einsatz.

Weil die Anlagen, für die die Grimmaer die Aufträge erhalten, größer wurden, war in letzter Zeit nicht nur die fehlende Hebetechnik ein Problem für den Betrieb, es mangelte schlichtweg auch am Platz für die auf 23 Mitarbeiter gewachsene Belegschaft. Für einen größeren Auftrag mietete Firmenchef Wolf-Hagen Drechsler sogar schon einmal eine Halle im TLG-Gewerbepark, später produzierte er in einer ehemaligen Bus-Wartungshalle in Grimma, die auch als Lager dient. Die neue Halle wird 18 Meter lang, zwölf Meter breit und sechs Meter hoch. Der Kran ist für 3,5 Tonnen ausgelegt. Drei der gewerblichen Mitarbeiter sollen dort arbeiten.

„Jeder Bau in solchen Krisenzeiten ist ein Wagnis“, gibt Wolf-Hagen Drechsler auf eine entsprechende Frage zur Antwort. „Aber es ist erforderlich und deswegen machen wir es. Ich hoffe, wir werden es nicht bereuen“. Zudem war der Bau schon seit einiger Zeit geplant. Das vor elf Jahren errichtete Firmengebäude platzt aus den Nähten. Anfang nächsten Jahres kommt ein Lehrling, der zurzeit an einer zentralen Ausbildungsstätte ausgebildet wird, zurück nach Grimma in den Betrieb. „Ich hätte gar nicht gewusst, wo ich den unterbringen soll“, beschreibt der Grimmaer Unternehmer die Situation. Die Firma hat bei dem Neubau, an dem auch mehrere einheimische Firmen arbeiten, trotzdem auf die derzeit unsichere wirtschaftliche Situation reagiert und von den ursprünglichen Plänen ein wenig abgespeckt. Rund 200 000 Euro kostet die Halle. Geschäftsführer Drechsler hofft dabei auf einen Teil Fördermittel von der Sächsischen Aufbaubank.

Zwischen vier und fünf Millionen Euro bewegt sich der Jahresumsatz. „Wir haben auch 2009 die Auftragslage stabil halten können“, sagt Drechsler.

André Neumann

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