Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Flohmarkt für den guten Zwecke: Einnahmen gehen ans Kinderhospiz Bärenherz
Region Grimma Flohmarkt für den guten Zwecke: Einnahmen gehen ans Kinderhospiz Bärenherz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 10.08.2017
Trödel-Comeback: Holger Heydrich (r.) beteiligte sich erstmals seit 2013 wieder an einem Flohmarkt. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Grimma

Mit 20 Euro sind eine Handvoll vergilbter Postkarten preislich angesetzt. Bernd Voigtländer bietet 16 Euro, ihr Besitzer Holger Heydrich hält mit 18 Euro dagegen, und mit einem Handschlag ist eines der ersten „Geschäfte“ am gestrigen Vormittag getätigt, an dem Blanka und Andreas Schuchardt von der Grimmaer Adventsgemeinde zu ihrem nächsten Flohmarkt in den Paul-Gerhardt-Hof in der Leipziger Straße eingeladen hatten.

Wie stets in den vergangenen drei Jahren, in denen das Paar rund zehn Flohmärkte organisiert hat, so war auch die vorgestrige Veranstaltung mit einem karitativen Zweck in Form einer Sammlung für das Markkleeberger Kinderhospiz Bärenherz verbunden. „Unabhängig von den heutigen Einnahmen werden wir der Einrichtung 500 Euro überweisen“, berichtet Andreas Schuchardt. Beim ersten Flohmarkt in diesem Jahr hatte das Grimmaer Paar die Einnahmen dem Verein Nepalmed zur Verfügung gestellt, zuvor waren ein Kinderheim in Sri Lanka, ein sich in Uganda engagierender Verein, ein Dresdener Integrations-Projekte sowie mehrfach die Hilfsorganisation ADRA mit ihrer Weihnachtspaket-Aktion in den Genuss einer finanziellen Zuwendung gekommen.

„Es ist auf jeden Fall besser, vor Ort in den jeweiligen Ländern zu helfen, damit die Menschen keinen Grund haben, nach Europa zu flüchten“, findet Blanka Schuchardt, die gemeinsam mit ihrem Mann den „Flohmarkt-Virus“ seit vielen Jahren in sich trägt. „Leider gibt es in Grimma keinen Flohmarkt mehr, zudem ist die Bürokratie auch in diesem Bereich gestiegen“, bedauern die beiden, deren karitatives Engagement mittlerweile viele Unterstützer auf den Plan gerufen hat. „Eine Hallenser Krankenschwester etwa sammelt regelmäßig für uns, und es kommt häufiger vor, dass wir, wenn wir abends nach Hause kommen, einen Karton mit Flohmarkt-Ware vorfinden“, so Andreas Schuchardt. Mit der Advent-Gemeinde habe man einen guten Partner an der Seite. „Zum einen können wir den Hof unentgeltlich nutzen, zum anderen unsere Sachen ebenerdig in einem Nebenraum lagern“, so Blanka Schuchardt. Gelagert hatte auch Holger Heydrich diese Seine Flohmarktsachen bis 2013 in der Schulstraße. Das damalige Hochwasser setzte der Trödel-Leidenschaft des Grimmaers ein jähes Ende. „Der heutige Flohmarkt ist sozusagen mein Comeback“, berichtet Heydrich, der unter anderem Sachen aus dem urgroßväterlichem Erbe sowie dem Kinderzimmer seiner Tochter Charlotte im Angebot hatte. „Das Kinderzimmer bildet prinzipiell eine wahre Trödel-Fundgrube.“

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

72 000 Euro Fördergeld gehen an die Stadt Trebsen. Ministerin Petra Köpping überreichte jetzt zwei Bescheide. Die Kita Vogelnest bekommt ein neues Spielgerät, das Stadtgebiet eine moderne Straßenbeleuchtung.

10.08.2017

Weil dieses Jahr die entsprechenden Räumlichkeiten für die Einschulungsfeiern nicht vorhanden waren, ging die Elternvertretung einen ungewöhnlichen Weg. Sie schmückte die Stadtkirche in Mutzschen für das Zuckertütenfest der Erstklässler aus. Für Schulleiterin Ina Wenzel-Nitschke bot das Gotteshaus bei einen würdigen Rahmen.

09.08.2017

Das Besondere rund um den Garten versprach der Veranstalter für drei Tage im Schloss Trebsen und hielt sein Versprechen. Die Messe-Premiere lockte am Wochenende zahlreiche Besucher, sogar aus Thüringen ins Muldental. Bereichert wurde das grüne Fest durch Ritter, Gaukler sowie Rock-, Pop- und Bluesmusiker.

09.08.2017
Anzeige