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Förderverein Rittergut Trebsen lud zum letzten Abverkauf ins Bergelager ein

Finale Förderverein Rittergut Trebsen lud zum letzten Abverkauf ins Bergelager ein

Zum allerletzten Mal öffneten sich am Sonnabend die Türen des Trebsener Bergelagers für historische Baustoffe für die breite Öffentlichkeit im Rahmen eines Abverkaufes. In deutlich abgespeckter Form wird das Projekt aber ab dem nächsten Jahr im Trebsener Rittergut weitergeführt.

Dem Stuck auf der Spur: Letzter Sonderverkauf im Trebsener Bergelager.

Quelle: Roger Dietze

Trebsen. Zum allerletzten Mal öffneten sich am Sonnabend die Türen des Trebsener Bergelagers für historische Baustoffe an dessen angestammtem Platz in der Pauschwitzer Straße für die breite Öffentlichkeit im Rahmen eines Abverkaufes. Wie berichtet, ist der das Projekt tragende Förderverein Rittergut Trebsen aufgrund bautechnischer Auflagen mit dem Schwerpunkt Brandschutz gezwungen, das Domizil in der einstigen Papierfabrik zu verlassen. In deutlich abgespeckter Form wird das Projekt ab nächstem Jahr im Trebsener Rittergut weitergeführt.

„Allerdings wird an der neuen Adresse aufgrund der limitierten räumlichen Möglichkeiten lediglich rund ein Zehntel der Objekte mit Schwerpunkt auf Türschlössern und Beschlägen angeboten werden“, berichtet Förderverein-Geschäftsführer Uwe Bielefeld. „Den Großteil des Lagerbestandes und insbesondere unsere rund 1500 historischen Türen bieten wir in den nächsten Wochen und Monaten Händlern von historischen Baustoffen zum Kauf an und hoffen, möglichst viele der Objekte an den Mann und die Frau bringen zu können.“

Vorgestern allerdings öffnete das Bergelager noch ein letztes Mal für Privatpersonen seine Türen. Und die machten kräftig von den eingeräumten Schlussverkauf-Rabatten Gebrauch. Eigens aus Wilthen bei Bautzen war Maler- und Lackierermeister Hartmut Gutsche angereist. „Ich war vor einigen Jahren schon einmal im Trebsener Bergelager und wusste daher, dass hier Stuckteile verfügbar sind, von denen ich wiederum Abgüsse herstellen will“, so der 37-jährige Ostsachse. Nicht ganz so weit war der Anreiseweg von Ullrich Wolff aus dem Bornaer Ortsteil Zedtlitz. „Es ist schade, dass das Bergelager seine Pforten schließt, denn ich bin hier ein ums andere Mal fündig geworden“, so der auf den historischen Fensterbau spezialisierte Tischlermeister. „Grundsätzlich begrüße ich es sehr, wenn solche alten Dinge einer Wiederverwertung zugeführt werden, ganz abgesehen davon, dass sie einen gewissen Charakter haben“, so der Handwerksmeister.

Diesem „gewissen Charakter“ auf der Spur war auch Silke Krüger mit Sohn Hannes. „Ich bin auf der Suche nach einem Element wie etwa einer alten Ofentür, mit dem wir unserer Terrasse eine besondere Note geben können“, so die 47-jährige Krostitzerin, die zwar zum ersten Mal dem Bergelager einen Besuch abstattete, gleichwohl dessen Schließung nach eigenem Bekunden bedauert. „Einen Zugriff auf solcherart Dinge, von denen jedes für sich eine Geschichte erzählt, hat man doch in einer solch konzentrierten Form sonst kaum. Deshalb stimmt es mich schon ein wenig traurig, dass es diese Möglichkeit künftig nicht mehr geben wird.“ Eine Meinung, der sich Falk Kupfermann anschließt. „Ein solch einzigartiges Projekt müsste von staatlichen Stellen viel mehr unterstützt werden, stattdessen bürdet man dem Verein nicht realisierbare Auflagen auf und lässt ihn danach im Regen stehen“, befindet der 58-jährige Wurzener.

Von Roger Dietze

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