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Grimma Forst-Azubis lassen in Colditz die Sägen singen und legen glatten Schnitt hin
Region Grimma Forst-Azubis lassen in Colditz die Sägen singen und legen glatten Schnitt hin
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17:21 30.03.2017
Unter den Augen der Prüfer zeigt der Nachwuchs einen glatten Schnitt. Quelle: Thomas Kube
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Colditz

Der Winkel des Fallkerbs passte nicht ganz, das gab Punktabzug: Jacob Sauer (19), Forstlehrling im zweiten Lehrjahr aus dem nordsächsischen Schildau, nahm das Malheur beim Berufswettbewerb äußerlich gelassen: In der Sachsenforst-Ausbildungsstätte Colditz unterzogen sich am Mittwoch und Donnerstag 18 Auszubildende der Forstbezirke Leipzig und Taura sowie der Stadt Leipzig einem theoretischen und praktischen Härtetest. Ihr Abschneiden in insgesamt acht Disziplinen klärte die Frage, wer den Forstbezirk Mitte April in Morgenröthe-Rautenkranz auf Landesebene vertritt. Organisiert wird der Ausscheid von der Sächsischen Landjungend, gefördert durch das sächsische Landwirtschaftsministerium.

In der Sachsenforst-Ausbildungsstätte Colditz unterzogen sich 18 Auszubildende der Forstbezirke Leipzig und Taura, der Stadt Leipzig und aus privaten Forstbetrieben einem theoretischen und praktischen Härtetest.

„Alle haben sich vorbereitet, und der Kampfgeist ist da, spätestens wenn die Motorsäge läuft“, sagte Andreas Schwientek, Ausbilder in Colditz und Gastgeber des Vorausscheides. Nach einer theoretischen Prüfung ging es gestern direkt ans Holz: Ein Präzisionsschnitt war zu absolvieren, das Schneiden unter Spannung zu meistern, ein Fallkerb exakt zu platzieren, die Kette der Säge auf Zeit zu wechseln. „Was wir hier sehen, ist eine Momentaufnahme. Die Qualität der Ausbildung kann man allein daran natürlich nicht messen“, sagt Schwientek. Was Jacob Sauer bestätigt: „Beim Fällen im Wald kann man sich ein paar Augenblicke mehr Zeit nehmen für den richtigen Schnitt.“ Wie er hatte sich auch Tom Rauchfuß (18) aus Krostitz auf den Ausscheid vorbereitet. Beide lernen im zweiten Jahr im Forstbezirk Taura, hoffen nach erfolgreichem Abschluss im Staatsbetrieb zumindest befristet unterzukommen oder wollen als Maschinenführer oder Baumpfleger arbeiten. „Der Wettbewerb ist eine gute Möglichkeit, untereinander die Kräfte zu messen“, meinte Peter Steudler, Ausbilder in Doberschütz: „Die Begeisterung wächst spätestens in den Tagen davor, wenn man dafür trainiert.“

Aus anderen Berufen heraus für den Forst entschieden haben sich die Leipziger Benedikt Pollmer (24), der nach einen Studium im Landschaftsbau tätig war, und der Kfz-Mechaniker Alexander Nagel (27). Beide absolvieren seit anderthalb Jahren ihre Ausbildung in Colditz. „Es ist gut zu sehen, wie stark die anderen sind“, meinte Pollmer, und Nagel, der später vielleich Forstwirtschaft studieren möchte, ergänzte: „Ich gebe alles. Mir macht das Spaß. Und wenn es passt, dann fahre ich auch nach Morgenröthe.“

Und das wird er, denn Alexander Nagel ging aus dem Vorausscheid als Bester hervor. Begleitet wird er auf Landesebene von Hannes Naumann (Taura), Christopher Richter (Colditz) und Jonas Kraußer (Stadt Leipzig). „Es wurde deutlich, dass wir insgesamt ein sehr hohes Leistungsniveau haben“, resümierte Forstdirektor Andreas Padberg, der die Auszeichnungen vornahm. Ein besonderes Kompliment machte er der Ausbildungsstätte Colditz – und Alexander Nagel: „Das ist ein Spitzenergebnis.“

Von Ekkehard Schulreich

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