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Grimma Fotomarathon vorm neuen Nerchauer Gänsebrunnen
Region Grimma Fotomarathon vorm neuen Nerchauer Gänsebrunnen
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12:09 09.11.2015
Hat ihre Rolle mit Bravour gemeistert: Die sechsjährige Vivien ist Nerchaus neues Gänselieschen. Quelle: Roger Dietze
Grimma/Nerchau

Immerhin: Die Nerchauer Vorschülerin wusste ihre ungewohnte Rolle mit Bravour zu meistern und ließ selbst einen kleinen Fotomarathon vor dem Gänsebrunnen äußerlich unaufgeregt über sich ergehen. Daran, dass das Nerchauer Wahrzeichen, dem vor Jahresfrist von unbekannten Tätern zwei seiner drei Blechgänse entrissen worden waren, wieder in neuer alter Pracht erstrahlt, haben die Nerchauer eine große Aktie. "Mein ursprünglicher Plan war eigentlich, heute mit einem Scheck nach Nerchau zu kommen, um eine mögliche Finanzierungslücke zu schließen", so Berger. "Aber dieser städtischen Finanzspitze hat es nicht bedurft", so der Grimmaer Bürgermeister weiter, der das Gänsefest vor zwei Jahren mit initiiert hatte. "Vor einigen Wochen die Ballonfiesta und jetzt das Gänsefest, Nerchau macht sich ganz offensichtlich daran, ein kommunaler Eventschwerpunkt zu werden." Es sei auch im Interesse seiner Verwaltung, dass in den Ortsteilen alte Traditionen gepflegt und neue wie das Gänsefest entwickelt werden. Als Beispiel dafür, dass es dazu engagierter Bürgerinnen und Bürger bedarf, steht Nerchau.

Hier hatte der damalige Heimatvereinsvorsitzende Walther Koch vor 15 Jahren den Gänsebrunnen eingeweiht. Seine Nachfolgerin Elke Weniger bedankte sich vorgestern ausdrücklich für die Vielzahl an Spenden, die die Neugestaltung des Brunnens möglich gemacht haben. "Umso bedauerlicher finde ich, dass schon wieder Kinder die Blechgänse zu Reittieren umfunktioniert haben." Die Nerchauer sollten deshalb künftig mit erhöhter Wachsamkeit ein Auge auf "ihre" Gänse werfen.

Apropos ein Auge auf Gänse werfen: Dies war im Rahmen des diesjährigen Nerchauer Gänsefestes wiederholt am lebenden Exemplar möglich. Gerd Pöge, seines Zeichens Vorsitzender des Rassegeflügelzüchtervereins Naunhof und Umgebung und Kreischef der Muldentaler Rassegeflügelzüchter hatte zum wiederholten Mal seine Züchterkollegen mobilisieren können, einige ihrer Züchtungen dem Festpublikum zu präsentieren. "Allzu viele Gänsezüchter gibt es nicht mehr, weil diese Zucht mit einem großen Aufwand verbunden ist und großer Flächen sowie im besten Fall einer Wasserfläche bedarf."

Roger Dietze

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