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Frauenkirche Grimma: Arbeitskreis stellt Ergebnisse einer Lernreise vor

Momentaufnahmen aus Tansania Frauenkirche Grimma: Arbeitskreis stellt Ergebnisse einer Lernreise vor

Eine Gruppe des Arbeitskreises „Entwicklungshilfe“ und des Vereins „aha-anders handeln“ aus Dresden besuchte Tansania. Aus den Fotos wurden Motive ausgewählt, die in der Frauenkirche Grimma bis Ende August zu sehen sind.

Frauenkirche Grimma: Pfarrer Torsten Merkel eröffnete die Ausstellung über Tansania, die noch bis Ende August zu sehen ist.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Wer den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo besteigen will, der muss nach Tansania. Auch das tropische Paradies Sansibar mit traumhaften weißen Stränden und azurblauen Wasser befindet sich dort. Doch darüber berichtet die Ausstellung über Tansania in der Frauenkirche Grimma nicht. Vielmehr werden bis Ende August Fotos gezeigt, die dokumentieren, wie zum Beispiel 400 besonders armen Familien und Gruppen durch Kleinkredite geholfen wurde. „So schaffte sich eine Massai-Frau einen Kiosk an und kann nun ihre Familie ernähren“, erzählt Heinz Kitsche vom Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“ aus Dresden. Der 67-Jährige reiste 2010 selbst mit weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises und des Vereins „aha-anders handeln“ nach Tansania. Er lernte eine weitere Familie kennen, die den Kredit nahm, um einen Laden mit tausend kleinen Dingen zu eröffnen und deren Kinder nun nicht nur genug zu essen haben, sondern auch noch die Schule besuchen können. „Es war erfreulich, zu erleben, was mit Krediten von 100 Euro alles möglich ist“, sagt er. Während in Deutschland die Zahlungsmoral bei 85 Prozent liege, so läge sie in Tansania bei 98 Prozent “, weiß er. Seine Organisation gründete sich 1972, um dem Lepradorf Ifakara zu helfen. „Unsere Gruppe erkannte bald, dass sich die weltweite Kluft zwischen armen und reichen Ländern nur durch weltweite strukturelle und wirtschaftliche Ordnungen beeinflussen lässt und darum unser wichtigster Beitrag neben der Projekthilfe über entwicklungspolitische Bildungsarbeit in politische Bewegungen münden muss und setzte deshalb seinen Namen in Anführungsstriche, weil wir, die Reichen, uns entwickeln müssen“, meint Kitsche.

In der Ausstellung hängen Bilder, die über Begegnungen und „aha-Erlebnisse“ in Tansania Zeugnis ablegen. Denn der Arbeitskreis Entwicklungshilfe konnte Einblick in den Alltag, die soziale Arbeit und Projekte nehmen. Dabei entstand unter anderem ein Foto mit einem Fisch und Händen. „Händewaschen ist in Tansania besonders wichtig, um Krankheiten zu vermeiden“, erklärt Heinz Kitsche. Aufklärungsarbeit ist auch beim Thema Aids gefragt. Während früher Leprakranke in der Überzahl waren, so sind es jetzt HIV- Infizierte.

Gegenwärtig beschäftigt sich der Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“ mit solchen Vorhaben wie einem Mikrokreditprojekt für 3000 arme Familien und Gruppen, ein Sanitärprojekt für mehrere Schulen, sowie weiterhin mit dem Lepradorf. „Wir nehmen dafür stets gern Spenden entgegen“, so Heinz Kitsche. Der Grimmaer Pfarrer Torsten Merkel begrüßte zur Ausstellungseröffnung viele Gemeindeglieder. „Wir freuen uns, dass die Ausstellung in Grimma zu sehen ist“, sagte er. Am 23. Oktober findet eine Kirchenbezirkstagung in der Klosterkirche statt. Diese befasst sich mit Tansania. Jackson Mwakibasi vom Leipziger Missionswerk wird sprechen. Denn die Leipziger Mission entschloss sich 1892, in der Kilimandscharo-Region im damaligen kolonialen Deutsch-Ostafrika den christlichen Glauben zu verkünden. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tansanias (ELCT) ist seit 1963 selbstständig und gegenwärtig mit 5,5 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbundes.

www.infozentrum-dresden.de

Von Cornelia Braun

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