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Grimma „Friedenseiche“: Bad Lausick sucht Käufer
Region Grimma „Friedenseiche“: Bad Lausick sucht Käufer
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19:26 25.05.2018
Einst befand sich der Bad Lausicker Seniorentreff am Untermarkt, nun will die Stadt das Haus verkaufen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Die „Friedenseiche“ wird verkauft: Der Bad Lausicker Stadtrat traf den Grundsatzbeschluss, für das Haus am Untermarkt, das viele Jahre den gleichnamigen Seniorentreff beherbergte, einen Interessenten zu finden. Der Treff, betrieben von der Arbeiterwohlfahrt Mulde/Collm, zog schon vor Langem aus und ist seither neben dem Kur- und Stadtmuseum am Markt untergekommen.

Wohnung steht nun auch leer

Seit 2017 wird nun auch die darüber liegende Wohnung nicht mehr genutzt. Die Kommune habe für die Immobilie keinerlei Verwendung, sagte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos). „Der Sanierungsbedarf ist enorm. Heizung und Elektrik sind veraltet, Dach, Fenster und Türen stark verschlissen.“ Trotz des Leerstands verursache das Haus der Stadt jährliche Kosten von bis zu 2000 Euro. Derer wolle man sich nun gerne entledigen.

Haus soll in gute Hände kommen

„Wir haben keine Ideen, um etwas daraus zu machen“, so Hultsch. Das sei das Ergebnis einer Debatte im Verwaltungsausschuss. Vielleicht aber gebe es Investoren, die für das Haus in guter Lage etwas Tragfähiges entwickelten. „Wir hoffen, das Haus in gute Hände weitergeben zu können, und dass es bald nicht mehr so traurig aussieht wie heute.“

Die Kommune gibt jetzt ein Verkehrswert-Gutachten in Auftrag. Das ist Grundlage für eine Ausschreibung des Hauses samt 800 Quadratmeter Grund und Boden; den anderen Teil des knapp 2000 Quadratmeter großen Areals will die Stadt behalten.

Einst Domizil des Seniorenklubs

Der Seniorenklub hatte in dem Haus seit 1987 eine Heimat. Damals wurde das Domizil in Feierabendarbeit ausgebaut. Früher befand sich in dem Gebäude am Untermarkt – mit Blick auf die Friedenseiche – eine Gaststätte, später ein Industriewarenladen. 1994 hatte die AWO den Treff, den vorher die Stadt selbst betrieb, in ihre Regie übernommen.

Von Ekkehard Schulreich

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