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Grimma Frischemarkt in der Klosterkirche lockt mit regionalen Produkten
Region Grimma Frischemarkt in der Klosterkirche lockt mit regionalen Produkten
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00:28 22.03.2018
Frisches aus der Region: Auch die Göttwitzer Metzgerei Wenzel (im Bild Geschäftsführer Martin Wenzel) gehört zur Stammbesetzung des Grimmaer Frischemarktes. Quelle: Roger Dietze
Grimma

So manch Stand blieb am vergangenen Sonnabend in der Grimmaer Klosterkirche im Rahmen des ersten Frischemarktes der Saison unbesetzt. Auf rund 20 Prozent schätzt der Grimmaer Marktmeister Frank Schütz den Anteil jener angemeldeten Händler, die aufgrund des Wintereinbruchs von einer Tour in die Muldestadt Abstand nahmen. Und jene, die wie Jürgen Fiebig vom gleichnamigen nahe Wermsdorf gelegenen Liptitzer Geflügelhof den Weg durch den Schnee auf sich genommen hatten, mussten mit Umsatzeinbußen leben.

Wintereinbruch verschreckte Kunden

„Normalerweise bildet sich um diese Zeit eine lange Schlange an unserem Stand“, verwies der Geflügelhof-Chef auf das kleine Häuflein Kunden, das sich unmittelbar nach Öffnung der Klosterkirchen-Türen bei ihm eingefunden hatte. Auch Sabine Schöneberg vom Hofladen Mahlis erwartete beim diesjährigen Frischemarkt-Auftakt keine Umsatzrekorde. „In Kombination mit den zu entrichtenden Standgebühren, die bislang nicht anfielen, wird sich sicherlich dieser oder jener Händler seine Gedanken über seine Zukunft beim Grimmaer Frischemarkt machen“, so Sabine Schöneberg. Indes dürfte sich der Schwund in Grenzen halten, hat sich doch laut Marktmeister Frank Schütz der Aspekt der zu entrichtenden Standgebühren nicht negativ auf die Zahl der Anmeldungen am Saisonstart ausgewirkt.

Letzterem entgegen gefiebert hat Kundin Martina Krahl. „Das Angebot an frischen Waren aus der Region ist sehr gut, wir nutzen den Frischemarkt regelmäßig“, so die Nimbschenerin. Auf Kunden, die regionale und im besten Fall auch biologisch erzeugte Produkte zu schätzen wissen, ist der Altenhainer Bio-Landwirt Bruno Friedrich angewiesen. „Nicht jeder ist bereit, für Bio-Produkte mehr auszugeben, aber jene, die einmal bei uns eingekauft haben, kommen in der Regel ein zweites Mal“, berichtet der 32-Jährige. Allerdings seien die Kunden aus der Region gegenüber jenen aus Leipzig noch in der Minderheit. „Nichtsdestotrotz experimentieren wir weiter und wollen in diesem Jahr zusätzlich Paprika und Tomaten anbauen“, so der Altenhainer-Bio-Landwirt.

Bioprodukte liegen im Trend

Auf Bio setzt man auch in der Nerchauer Brauerei, die am Samstag ob der den Appetit auf Bier schmälernden arktischen Temperaturen keinen allzu leichten Stand in der Grimmaer Klosterkirche hatte. „Wir haben allerdings auch drei Bierbrände im Angebot“, meinte augenzwinkernd Brauer Martin Fischer. Darum wissend, dass die kalten Tage bald Geschichte sein werden und dass damit auch alsbald wieder das kühle Blonde aus dem Grimmaer Ortsteil beim Befeuchten trockener Kehlen zum Einsatz kommen wird. Laut Brauer Martin Fischer vorzugsweise die verschiedenen Sorten Bockbier, die über das Jahr verteilt inklusive eines „Eisbocks“ in Nerchau gebraut werden.

„Insgesamt haben wir inklusive der saisonalen Sorten elf verschiedene Biere im Angebot“, so Fischer, der ebenso wie die übrigen Frischemarkt-Händler und -Kunden am benachbarten Stand des Geflügelhofes Fiebig die Möglichkeit hatten, sich mit Glühwein aufzuwärmen. „Da wir ahnten, dass unser Eier-Absatz des Wetters wegen unterdurchschnittlich sein wird, haben wir uns mit dem Glühwein kurzentschlossen und ein kleines Zweit-Standbein geschaffen“, meinte augenzwinkernd Jürgen Fiebig, der nach eigener Aussage hinsichtlich seiner Präsenz beim Frischemark-Auftakt trotz Wintereinbruchs nicht gezögert hat. „Wir sind hier von Anbeginn dabei und gehören somit zur Stammbesetzung des Frischemarktes.“ Dieser findet von März bis November jeweils am dritten Sonnabend im Monat und damit das nächste Mal am 21. April statt.

Von Roger Dietze

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