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Grimma Fritz Klas und sein Sohn schrieben die Geschichte des MC Grimma mit
Region Grimma Fritz Klas und sein Sohn schrieben die Geschichte des MC Grimma mit
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00:21 14.08.2017
Ein gutes Gespann: Dieter und Fritz (r.) Klas. Beide schrieben an der Geschichte des MC Grimma mit. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Ein Oldtimer ist mittlerweile der Verein MC Grimma. Am 21. Dezember 1957 wurde der Motorsportclub Grimma gegründet. Anlässlich des 60. Gründungsjahres findet ein Oldtimertreffen mit Ausfahrt statt. Gut 100 blitzende Karossen werden am morgigen Sonntag an der 65 Kilometer langen Ausfahrt von Sermuth nach Grimma und zurück teilnehmen. Start ist um 9.45 Uhr in Sermuth am Sportplatz. Der MC Grimma führt sein Treffen wiederum gemeinsam mit dem SV Eintracht Sermuth anlässlich des zwölften Sermuther Muldefestes durch. 14 Tage später wird intern das Jubiläum gefeiert.

Der Vater des heutigen Vorsitzenden Dieter Klas gehört zu den Gründungsmitgliedern. 46 Jahre stand der 88-Jährige Fritz Klas an der Spitze des Vereins. Während zu Beginn die Mitglieder Motocross und Straßenrennsport fuhren, stehen jetzt Oldtimer im Vordergrund. „Wir waren der erste Motorsportclub, der nach der Gründung des Allgemeinen Deutschen Motorsport-Verbandes (ADMV) im Bezirk Leipzig ins Leben gerufen wurde“, erzählt Fritz Klas stolz, der gelernter Flugzeugbauer ist und später ins Kfz-Fach umschulte. Bei der Gründungsfeier war der bekannte Rennfahrer Manfred von Brauchitsch im Ratskellersaal in Grimma dabei. Zu Höchstzeiten gehörten dem MC Grimma 270 Mitglieder an.

Momentan sind es nur noch 33 Mitglieder. „Wir haben große Probleme, Nachwuchs zu gewinnen, da Oldtimer jetzt als Wertanlage gesehen werden und Fahrzeuge samt Ersatzteilen nur noch für viel Geld zu bekommen sind“, sagt Dieter Klas, der schon als Kind begeisterter Motorsportfan war. Noch immer hat er sein erstes Fahrzeug, einen IFA F8 Cabrio, das er gebraucht kaufte und auf Vordermann brachte. „Junge Leute können sich meist nur ehemalige DDR-Fahrzeuge als Oldtimer leisten“, sagt er.

Wenn am Sonntag die Museen auf Rädern durchs Muldental fahren, sind Fahrzeuge aus ganz Sachsen dabei. Die Oldtimer-Ausfahrt führt diesmal von Sermuth über Schönbach, Großbothen, Kössern, Neunitz nach Grimma mit anschließender Stadtrundfahrt. Danach geht es weiter über Beiersdorf, Großbardau, Bad Lausick und zurück nach Sermuth.

Bis 9 Uhr treffen die Fahrzeuge auf dem Sportplatz des SV Eintracht Sermuth ein. 9.45 Uhr ist Start zur Ausfahrt durch das Muldental. Ab 10 bis 13 Uhr sind die Fahrzeuge auf dem Markt in Grimma zu bewundern. Ein kompetenter Moderator und der Grimmaer Kfz-Meister Alexander Romeyke werden die zahlreichen Modelle vorstellen. Bisher haben sich 107 Fahrzeuge angemeldet, darunter unter anderem Horst Leinweber mit seiner Harley Davidson JD, Baujahr 1926. Peter Pflug wird dagegen mit seinem Ford A Phaeton aus dem Jahr 1928 antreten. Mit einem Morris Minor, Baujahr 1932, reist Hans-Peter Gorczynski an. Andreas Tappert kommt mit einem anderen Schmuckstück, einen Studebaker aus dem Jahr 1935. Eine Augenweide wird auch die Ford-Feuerwehr aus dem Jahr 1909 sein, mit der Oldtimerfan Heinz Laaß am Treffen teilnimmt.

Eine Mittagspause ist in Beiersdorf vorgesehen, kündigt Fritz Klas an, der selbst einen Fiat Balilla, Baujahr 1932, fährt. „Ich werde das Schlusslicht bei der Ausfahrt bilden“, sagt er. Die ersten Fahrzeuge werden gegen 13.15 Uhr im Ziel in Sermuth erwartet. Vor Ort besteht am Sonntag noch die Möglichkeit, Fahrzeuge nachzumelden. Allerdings will der MC Grimma die Teilnehmeranzahl auf 110 Fahrzeuge begrenzen.

Von Cornelia Braun

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