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Fuchshainer Krippenteich bleibt in kommunaler Hand

Fuchshainer Krippenteich bleibt in kommunaler Hand

Der Krippenteich in Fuchshain bleibt ein kommunales Gewässer. Vorgestern Abend lehnte der Ortschaftsrat einstimmig einen Verkauf ab. Damit wird die Stadt Naunhof Geld in die Hand nehmen müssen, um den Teich zu sanieren.

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Er hätte den zugewucherten Teich gekauft: Alexander Reinsch ist mit dem Gewässer aufgewachsen und wollte es, wie er sagt, aus Liebhaberei sanieren.

Quelle: Frank Pfeifer

Naunhof/Fuchshain. Eigentlich hatte dies Alexander Reinsch vor, der direkt am Weiher wohnt. Ihm gehören schon zwei Teiche in Köhra, nun wollte er auch jenen Fuchshainer kaufen. Zu weiten Teilen ist dieser mit Schilf zugewachsen, außerdem müsste er entschlämmt werden. "Eine Sanierung in Eigenleistung würde 10 000 bis 12 000 Euro kosten", schätzt Reinsch. "Wenn ich den Teich nur pachten könnte, wäre das ein zu hoher finanzieller Aufwand."

Im Ortschaftsrat versuchte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) für einen Verkauf an den Interessenten zu werben. "Ein gepflegter Teich in Privathand ist immer besser als ein ungepflegter, der in öffentlicher Hand bleibt", sagte er. Finanziell sei es ein Problem, ihn zu sanieren. Laut Bauamtsleiter Thomas Hertel hat die Stadt momentan kein Geld für eine Entschlämmung. "Wir hatten schon einmal Fördermittel beantragt. Doch dann lief das Programm aus, und wir haben nichts bekommen", erklärte er. Deshalb würde es auch Hertel gern sehen, wenn der Krippenteich abgestoßen werden könnte.

"Ich lehne das ab", stellte Ortsvorsteherin Erika Proschwitz von der Freien Wählervereinigung Fuchshain (FWVF) umgehend klar. Nur weil die Stadt momentan kein Geld für die Pflege habe, solle er nicht gleich veräußert werden. Niemand wisse, was geschehe, wenn er aus der Gruppe von vier Teichen herausgerissen werde. "Wird der Vertragspartner alle Maßgaben einhalten, die wir vertraglich festlegen? Wird er den Teich einzäunen?", fragte sie in den Raum. Rainer Streller (FWVF), der ebenfalls eine Einzäunung befürchtet, gab ihr Recht. "Mit dem Verkauf würde ein Stück der örtlichen Identität verschwinden", meinte er und bot an: "Wenn der Interessent ihn pachtet und pflegt, würde ich sogar so weit gehen und sagen, wir könnten auf die Pachtzahlung verzichten."

Reinsch versicherte gestern, er haben den Teich nie einzäunen wollen. Ihm sei es nicht um eine kommerzielle Nutzung gegangen, sondern er habe ihn mit Seerosen gestalten und heimische Fischarten wie Rotfeder, Bitterling und Karausche einsetzen wollen. "Dazu wollte ich eine Info-Tafel aufstellen. Jeder hätte das Gelände betreten können", sagte er. "Aber ich bin auch nicht böse, wenn jetzt daraus nichts wird." Zocher hatte bereits am Vorabend zur Ortschaftratssitzung versprochen, dass nun die Kommune den Teich pflegen wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2014
Pfeifer, Frank

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