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Grimma Fuchshainer: Lieber selber Straße kehren als bei Kindern sparen
Region Grimma Fuchshainer: Lieber selber Straße kehren als bei Kindern sparen
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05:00 16.12.2009

Gefunden wurde ein Kompromiss, demzufolge die Stadt ab 1. Januar 2010 die Zahl der Bedarfsplätze je Tagesmutter von fünf auf drei  reduziert . Unberührt von den vertraglichen Veränderungen bleiben derzeit bestehende Betreuungsverträge, die zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt auslaufen.

In ersten Stellungnahmen zeigten sich die Tagesmütter erleichtert. Die Fuchshainerin Ingrid Nagel sagte: „Es ist gut für Kinder, für Eltern und auch für uns Tagesmütter, dass die Verwaltung die Signale aus dem Ortschaftsrat ernst genommen und sich mit allen Beteiligten diesen Kompromiss erarbeitet hat. Er gibt Eltern und uns Sicherheit und er gewährleistet, dass Eltern, die auf  die spezifischen Leistungen der Tagespflege angewiesen sind, sich diese auch leisten können.“

Für Fuchshains Ortschaftsrat, der  sich einstimmig hinter den von ihm mitinitiierten Kompromiss stellte, war  die Entscheidung  mit der Aufgabe verbunden, Vorschläge zu unterbreiten, um rund 10 000 Euro im städtischen Haushalt 2010 einzusparen.  Einstimmig einigten sich die Ortschaftsräte nach ausführlicher Diskussion auf den Vorschlag, dass Fuchshain für zwei Jahre auf die Inanspruchnahme von Straßenreinigungsleistungen verzichtet. Ortschaftsrat Rainer Streller: „Fuchshain war auch schon sauber, bevor hier die Straßenkehrmaschine rollte. Wir können unser Dorf auch ohne Kehrmaschine sauberhalten. Kehrmaschinen im Dorf sind Luxus.“  

Darüber hinaus schlägt der Ortschaftsrat vor, bei der Straßenbeleuchtung zu sparen. Ortschaftsrat  Michael Pöhland: „In Fuchshain brennen nachts Leuchten überflüssig. Hier kann reduziert werden.“

Ortschaftsrat Hermann Kinne schlug außerdem vor, die im Haushaltplan festgeschriebenen Reinigungs- und sonstige Bewirtschaftungskosten in der Sportanlage Clade zu hinterfragen. Und Ortschaftsrat  Michael Pöhland  sprach an den Stadtrat adressiert die Erwartung aus, dass auch bestimmte  Kosten überprüft werden, die im städtischen Haushalt für Vereine eingestellt sind. „Es ist ungerecht, wenn ein  Naunhofer Sportverein  finanziell fast alles kriegt, was er braucht, während andere beweisen, dass es auch durch Eigenleistung geht“ , sagte er.

Ob die Fuchshainer Position zu den Punkten  Haushalt 2010, Sparprogramm und Tagesmütter  auch verbindliche Grundlage für Stadtpolitik werden kann, wird sich heute Abend zeigen, wenn der Stadtrat zu diesen Themen beschließen will.

Andreas Läbe

Andreas Läbe

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