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Grimma Fuchshainer Sportler wollen Immobilie kaufen
Region Grimma Fuchshainer Sportler wollen Immobilie kaufen
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15:26 19.05.2015
Marode Immobilie: Michael Pöhland möchte, dass der Fuchshainer SV dieses Gebäude kauft, in dem früher einmal die Feuerwehr ihr Domizil hatte. Quelle: Frank Pfeifer

Für dessen Vorsitzenden, Michael Pöhland, handelt es sich jedoch um ein Beispiel, wie unterschiedlich Vereine derzeit behandelt würden.

Das Gebäude besteht aus zwei Räumen. Der eine ist leer, hat nasse Wände und riecht muffig. Den anderen hat der Fuchshainer SV offiziell von der Stadt gemietet, auch wenn der entsprechende Vertrag nie unterschrieben wurde. Dort lagert er die Abkreidemaschine, Netze, Zelte, Biertischgarnituren und vieles mehr. Ein großer Riss in der Fassade lässt vermuten, dass sich das Fundament gesetzt hat.

"Wenn wir das Grundstück nicht verkaufen, können in Kürze enorme Instandhaltungskosten auf uns zukommen", hatte Kämmerin Kathrin Stehr zur jüngsten Stadtratssitzung gesagt. Einstimmig votierten die Abgeordneten dafür, es zum Mindestgebot von einem Euro auszuschreiben.

Interesse bekundete bislang nur der Fuchshainer SV. Pöhland denkt und hofft zugleich, dass sich keine weiteren Bieter finden. Denn Unsummen könnten sich die Sportler für den Kauf der Immobilie nicht leisten. "Wir wollen das Gebäude aus eigener Kraft innen und außen sanieren", kündigt er an. "Da es sich um eine Grenzbebauung handelt, müssten wir im Vorfeld mit den Nachbarn sprechen." Der eine Raum solle weiterhin als Lager genutzt werden. "Im anderen könnten unsere Frauen die Vereinschronik fortschreiben", so Pöhland, der etwaigen Gerüchten vorbeugen will: "Das soll also kein Objekt für Feten werden."

Einen Grund zum Feiern sieht Pöhland auch nicht, wenn er an die gegenwärtigen Diskussionen um die Naunhofer Haushaltskonsolidierung denkt. Er, der auch Ortschaftsrat von der Freien Wählervereinigung Fuchshain ist, schimpft: "Da kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen."

Seit Jahren würden die Fuchshainer Sportler fordern, dass sie genauso wie die anderen Vereine der Stadt behandelt werden. "Uns lag stets daran, die gleiche Unterstützung zu erhalten", sagt er. "Wegen der schwierigen finanziellen Lage der Stadt geht das jetzt nicht mehr. Aber dann sollten jetzt wenigstens die anderen Vereine nicht weiter bevorzugt werden."

Nach Aussage von Pöhland haften er und die Schatzmeisterin mit ihren Privatvermögen für den Fuchshainer SV. "Als wir unser 90-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert haben, erhielten wir vom damaligen Bürgermeister Herrmann 90 Euro als Unterstützung," kritisiert der 54-Jährige. "Den Handballern und den Fußballern in der Clade wurden dagegen moderne Sportstätten kostenlos zur Verfügung gestellt, um nur die beiden größten Vereine zu nennen."

Für Pöhland sind das Ungerechtigkeiten, die jetzt beseitigt werden sollten. Aus seiner Sicht müssten die anderen Vereine nun so gestellt werden wie der Fuchshainer SV. Deshalb habe er als Abgeordneter für den Sparkatalog der Stadtverwaltung gestimmt. "Aber es kam so, wie wir es schon oft erlebt haben: Alle Ortschaftsräte befürworten eine Sache, und der Stadtrat ist dagegen", sagt er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2013
Pfeifer, Frank

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