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Fuchshainer Vize-Ortschef Streller: "Wir verlieren Bäume für immer"

Fuchshainer Vize-Ortschef Streller: "Wir verlieren Bäume für immer"

Mit Unverständnis reagierte diese Woche der stellvertretende Fuchshainer Ortsvorsteher Rainer Streller auf die jüngste Fällung von Bäumen entlang der Straße von Fuchshain hinüber nach Albrechtshain.

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Nach der Fällung: Nur die Äste erinnern am Rand der Straße von Fuchshain nach Albrechtshain an die Birnbäume.

Quelle: Frank Pfeifer

Naunhof/Fuchshain. "Wir hatten dort eine geschlossene Birnbaum-Allee", erklärte er. "Jetzt hat man fünf bis sechs Bäume abgesägt." Andere Gehölze wurden verschnitten. Die Äste liegen noch am Straßenrand.

"Wir verlieren diese Bäume für immer", zeigte sich Streller verärgert. "Es gibt keinen Grund, sie zu beseitigen, außer dass jemand Kaminholz braucht." Sie seien nicht in den Straßenbereich hineingewachsen. "Und wenn sie dem Busverkehr im Wege gestanden hätten, dann hätten alle Bäume umgesenst werden müssen, denn die, die jetzt gefallen sind, sind nicht größer oder kleiner gewesen als jene, die noch stehen", so Streller, ein gelernter Gartenbauingenieur.

Ihn betrübt vor allem, dass auf diese Weise nach und nach die Alleen verschwinden. "Von den 27 Bäumen, die ab Fuchshain in Richtung Naunhof standen, ist außer einer Fünfergruppe am Ortsausgang nur eine Dreiergruppe geblieben, von der auch schon zwei Bäume grün markiert sind und demzufolge wahrscheinlich gefällt werden sollen", kritisierte Streller. Nur die Birnbaumallee in Richtung Threna sei noch relativ intakt.

Helmut Seidel, Leiter der Straßenmeisterei Zwenkau, sieht die Fällungen als notwendig an. "Zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Straßenverkehrsbehörde haben wir die Bäume auf Hohlräume und Pilze hin untersucht. Sie wurden als nicht mehr standsicher eingestuft", erklärte er gestern auf LVZ-Anfrage. Totholz und Äste, die tiefer als 4,50 Meter hängen, seien gemäß der gesetzlichen Vorgaben ausgeschnitten worden. Ersatzpflanzungen wären an gleicher Stelle jedoch nicht möglich, da nach neuen Richtlinien Bäume mindestens 4,50 Meter vom Fahrbahnrand entfernt gesetzt werden sollen. Seidel: "Das hieße, wir müssten Land kaufen. Dafür fehlt zum einen das Geld. Andererseits können wir den Bauern nicht immer mehr Land wegnehmen."

Mit dieser Antwort gibt sich Streller keineswegs zufrieden. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass jedes Jahr drei bis fünf Bäume schlecht werden sollen und wegmüssen", sagte er. "Wenn das mal mit einem Baum geschieht, dann könnte ich das verstehen. Aber hier sehe ich eher ein System dahinter, alle Bäume zu fällen. Die Stämme werden schnell zersägt und abtransportiert. Offenbar braucht jemand das Holz zum Heizen." Frank Pfeifer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.12.2013
Pfeifer, Frank

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