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Grimma Fünf vor Zwölf fürs Turmuhrenmuseum Naunhof
Region Grimma Fünf vor Zwölf fürs Turmuhrenmuseum Naunhof
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05:00 11.12.2009
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Helga Schnabel, Vorsitzende des Turmuhrenvereins Naunhof durchlebt unruhige Zeiten. Für drei Jahre, von Dezember 2009 bis Dezember 2012, hatte der Turmuhrenverein im September bei der Kölner Behörde mit viel Formular-Aufwand, der dafür nötig ist, für das Betreiben des Turmuhrenmuseums eine Kommunal-Kombi-Stelle beantragt. Jetzt hat Schnabel die Antwort erhalten. „...Vielen Dank für Ihr Interesse am Bundesprogramm Kommunal-Kombi. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass seitens des Landes Sachsen die Finanzierung auf ein Kontingent von 5300 Stellen beschränkt wurde... Mit Schreiben vom 30.11.2009 hat uns das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) mitgeteilt, dass auch für Ihr Projekt keine Landesmittel zur Verfügung gestellt werden“, schreibt das Bundesverwaltungsamt.

Das Naunhofer Museum gehört damit zu den Leidtragenden des Ende November ausgesprochenen sächsischen Bewilligungsstopps für das im Januar 2008 in Kraft getretene Kommunal-Kombi-Bundesprogramm, das der Freistaat aufgestockt hatte. Dabei erhielt jeder Arbeitsplatz aus Landesmitteln einen Zuschuss in Höhe bis zu 220 Euro, teilweise bis zu 270 Euro monatlich.

Helga Schnabel: „Die Nachricht, dass Dresden auch uns wie viele andere auf dem Trockenen sitzen lässt, kommt für uns aus heiterem Himmel. Hier wird der Rotstift nicht nur auf Kosten von Arbeitslosen angesetzt. Hier wird auch ehrenamtliches Engagement, mit dem der Verein seit der Eröffnung des Hauses im Jahre 1995 das Museum betreibt, missachtet. Da ist für uns auch der Hinweis wenig hilfreich, dass wir an unserem Antrag auf eine Kommunal-Kombi-Stelle festhalten können, wenn wir den bisherigen Finanzierungsanteil des Landes Sachsen durch andere Mittel decken. Diese anderen Mittel haben wir nicht.“

Helga Schnabel wartet jetzt, dass sie die offizielle Ablehnung des Antrages vom September mit Brief und Stempel aus Köln in die Hand bekommt. Dann will sie in Widerspruch gehen.In einem Brief an das Bundesverwaltungsamt hat sie schon mal deutlich gemacht, was auf dem Spiel steht: „Das Turmuhrenmuseum zählt als touristischer Magnet jährlich rund 3000 Besucher. Die Sammlung hat sachsenweit Seltenheitswert. Kinder- und Jugendgruppen und viele Schulklassen besuchen gern das Museum, das als pädagogisch wertvoll eingestuft wird.“ Schnabel will den Brief auch ans sächsische Wirtschaftsministerium schicken, „damit Minister Morlok weiß, welche Auswirkungen die Kürzungen beim Kommunal-Kombi haben“, so die Vereinsvorsitzende. Für sie ist es fünf vor Zwölf. Das spricht auch aus dem Aufruf, mit dem sich der Turmuhrenverein mittlerweile an die Öffentlichkeit gewandt hat. Darin heißt es: „Wir bitten alle, mit uns um den Erhalt des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Turmuhrenmuseums zu kämpfen. Helfen Sie mit! Jede Spende, sei sie auch noch so klein, ist willkommen.“ Andreas Läbe

Andreas Läbe

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