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Für einen besseren Nahverkehr auf dem Lande

FDP-Kandidatin Katja Tavernaro Für einen besseren Nahverkehr auf dem Lande

Sie ist Mutter von vier Kindern – das erdet: Die FDP-Bundestagskandidatin Katja Tavernaro macht sich für einen besseren Nahverkehr auf dem Lande stark und beklagt ein Bollwerk von Regeln für Asylbewerber.

Katja Tavernaro (40) kandidiert für die FDP als Bundestags-Direktkanidatin.

Quelle: Jörg ter Vehn

Colditz. Nein, wie eine klassische FDP-Frau kommt Katja Tavernaro nicht daher. Was wohl daran liegt, dass die Direktkandidatin für die bevorstehende Bundestagswahl im Landkreis Leipzig eher in einer ungewöhnlichen Situation zu den Liberalen gestoßen ist. Vor vier Jahren, als die Westerwelle- und Rößler-Partei aus dem Bundestag flog. Vielleicht aber auch, weil sie als Mutter von vier Kindern zwangsläufig geerdet ist und um die Alltagsprobleme weiß.

„Auf dem Lande fehlt es an einer gescheiten Infrastruktur“, sagt die Juristin, die aus Hoyerwerda stammt und seit sechs Jahren in Colditz zu Hause ist. Ihre Kinder kommen in der Ferienzeit nicht mit dem Bus in den Hort. „Es fährt dann keiner“ – weswegen sich der Frau, die ihre Brötchen in der Chefetage eines Maschinenbauers in Hohenstein-Ernstthal verdient, die Frage stellt, „wofür wir unser Geld ausgeben“. Im Zweifel sollte das eher für den Öffentlichen Nahverkehr geschehen als für Waffen.

Tavernaro belegt Platz acht auf der sächsischen FDP-Landesliste und geht realistischerweise davon aus, dass sie nicht ab Oktober im Bundestag sitzt. Dennoch will sich die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende engagieren – etwa für die Integration von Asylbewerbern. Wobei sich das bisweilen komplizierter darstellt als erhofft. Aus ihrem Unternehmen weiß sie, dass es dort zwar eine Reihe von offenen Stellen gibt („Wir suchen vom Hausmeister bis zum Professor.“). Interessenten aber finden sich nur wenige und Flüchtlinge bisher schon gar nicht. Asylbewerber seien vielfach in der Gesellschaft noch nicht richtig angekommen, was auch „an einem Bollwerk von Regeln“ liege, die die Neuankömmlinge umgeben. Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, vor ziemlich genau zwei Jahren die Grenzen für Asylbewerber zu öffnen – „das hätte ich genauso gemacht“. Deutschland sei in der komfortablen Situation, „weit mehr leisten zu können, als sich die meisten vorstellen können“.

FDP-Positionen wie die Beibehaltung der Zahlung des Arbeitslosengeldes I für lediglich ein Jahr verteidigt Tavernaro. Wenn die Unterstützung vom Amt länger gezahlt werde, bestehe die Gefahr, dass sich Arbeitslose an die staatlichen Gelder gewöhnen und den Schritt zurück verpassen. Zum Thema Mietpreisbremse findet sie, „dass die nicht hilft“. Begründung: Sie ist nicht gut gemacht. Was die Zukunft der Braunkohle anbelangt, so warnt die FDP-Kandidatin, die Kohle zu verteufeln, auch wenn sie davon ausgeht, dass die sich irgendwann abschafft.

Von Nikos Natsidis

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