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Für mehr Qualitätsarbeit in Naunhof

Für mehr Qualitätsarbeit in Naunhof

Aufpolieren möchte Naunhof sein Stadtbild. Oft werden die verwahrlosten Grünanlagen kritisiert. Das soll sich mit der Einstellung eines Gärtners ändern. Fast alle Stadträte haben dafür, wie kurz berichtet, ihr Einverständnis gegeben.

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Vergangene Schönheit: Früher blühten am Konsumteich in Fuchshain das ganze Jahr über Gehölze und Stauden. Heute wuchert zum Großteil Unkraut, durch das sich vereinzelt Tulpen quälen. Naunhofs Grünanlagen stehen häufig in der Kritik.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Der Stimme enthielten sich lediglich Uwe Kulisch und Sylvio Mahla von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV). "Ich kann da nur mitgehen, wenn sie uns sagen, dass der Haushalt wieder so gut ist, dass wir uns das leisten können", forderte Kulisch Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) verbal heraus. Die gewollte Bestätigung erhielt er vom Rathauschef jedoch nicht, der ihm erwiderte: "Bei uns herrscht noch kein Reichtum auf Erden."

Im Bauhof, so Zocher, seien derzeit elf Mitarbeiter in Form einer geringfügigen Beschäftigung befristet angestellt. Diese Zahl solle reduziert werden, um im Gegenzug den Gärtner bezahlen zu können. Ziel sei es, "die Schlagkraft des Bauhofs durch qualifizierte Kräfte zu erhöhen." Weitere ausgebildete Mitarbeiter sollten nach Möglichkeit folgen. Jeder von ihnen, so die Absicht, werde drei Minijobber ersetzen, indem deren befristete Stellen auslaufen, so dass es zu keinen Entlassungen kommt. "Dies muss Zug um Zug vonstatten gehen", erläuterte Zocher.

Neben den geringfügig Beschäftigten arbeiten fünf Festangestellte im Bauhof, davon zwei über den Sommer im Waldbad. "Nur einer hat eine Kettensäge-Berechtigung", verdeutlichte Zocher die gegenwärtige Situation, die er ändern will. "Ich stimme dem Weg voll und ganz zu", erklärte Frank Schneider (UWV). "Wenn wir weiter so qualitätslos arbeiten, kommt uns das später einmal teuer zu stehen."

Brigitte Blankenburg von der Wählervereinigung Ammelshain verwies auf die soziale Komponente, wenn elf Stellen für Minijobber entfallen. Harry Eichhorn (Die Linke) betonte, sie hätten für wenig Geld eine gute Leistung erbracht. Und Gabriele Wegel (CDU) gab zu bedenken, dass es kein Ziel sein könne, den Bauhof zu einem qualifizierten Unternehmen zu machen, das in Konkurrenz zu ansässigen Firmen steht; Veränderungen sollten mit Augenmaß vorgenommen werden. Darauf entgegnete Bauamtsleiter Thomas Hertel: "Wir können es uns aber nicht leisten, alle qualifizierten Arbeiten an andere Betriebe zu vergeben."

Joachim Burchert (FDP) regte an, eine Bewegung ins Leben zu rufen, die es zum Ziel hat, Einwohner für die Pflege von Grünanlagen und Bäumen vor ihrem Haus zu gewinnen. Ein Gedanke, dem sich Ute Punar (CDU) anschloss: "So etwas gab es schon einmal. Es wäre gut, wenn es wieder aufleben würde."

Trotz aller Diskussionen passierte der Grundsatzbeschluss zur Einstellung eines Gärtners bei zwei Enthaltungen den Stadtrat. Ein geeigneter Bewerber muss jetzt gefunden werden, Schlange steht niemand.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
Pfeifer, Frank

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