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Grimma Galerie zeigt Ratgeber- und Modepublikationen
Region Grimma Galerie zeigt Ratgeber- und Modepublikationen
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00:38 30.04.2018
Der traditionsreiche "Verlag für die Frau" aus Leipzig hat eine abwechslungsreiche und erfolgreiche Geschichte vorzuweisen. Derzeit wird diese in einer neuen Sonderausstellung in der Galerie Kugel im Naunhofer Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Zu besichtigen während der Öffnungszeiten des ersten Hauses am Markt. Quelle: Thomas Kube
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Naunhof

Wer kennt sie nicht, solche Bücher wie „Wir kochen gut“ oder „Unser Backbuch“? Zu DDR-Zeiten gehörten sie in fast jeden Haushalt, und nicht selten liegen sie noch immer griffbereit, weil sie eine Generation an die nächste weitergab. Eine neue Ausstellung in der Naunhofer Galerie Kugel zeigt die Titel neben vielen anderen alten wie neuen Publikationen, die der Leipziger Verlag für die Frau herausbrachte und sein Rechtsnachfolger jetzt im Programm hat.

Stefanie Teichmann, verantwortlich für die städtische Galerie im Rathaus, konnte in Sachen Gestaltung Christa Winkelmann gewinnen, die seit 20 Jahren in Naunhof wohnt und früher das Unternehmen geleitet hatte, das seit 1996 unter dem Namen Buchverlag für die Frau firmiert. Im 70. Jahr seines Bestehens hatte es 2016 eine große Jubiläumsschau an seinem Sitz im Leipziger Haus des Buches präsentiert. Teile davon holte Winkelmann nun in die Galerie Kugel.

„Es gibt wenige ostdeutsche Verlage, die auf eine so lange Zeit erfolgreicher Produktion zurückschauen können“, sagte die 72-Jährige zur Eröffnung am Mittwochabend, die das Leipziger Duo Irida mit alten Ost-Hits musikalisch umrahmte. „Manche Longseller legt der Verlag noch auf, denn sie sind zeitlos gut. Die Rezepte der Kochbücher funktionieren, alle Zutaten finden sich im Supermarkt.“ Außerdem gehe der Trend wieder hin zur Hausmannskost.

Im Grunde ist der Name des Verlags irreführend, denn er hat sich an die ganze Familie gewendet. Davon zeugen Titel wie „Das große Heimwerkerbuch“, „Unsere Ehe“ und „Wohnen mit Ideen“, die ebenfalls in den Vitrinen zu betrachten sind. Von den Zeitschriften hat nur eine nach dem Verkauf an einen anderen Verlag überlebt: „Der gute Rat“. Ansonsten zeugen solche Publikationen wie „Pramo“, „Modische Maschen“ und vor allem die „Sibylle“ vom damaligen Zeitgeist.

Auch den neueren Veröffentlichungen widmet sich die Exposition. Von den seit 1985 herausgebrachten Minibüchern gibt es mittlerweile fast 350 Titel; der reißende Absatz stützte das Unternehmen in der schweren Zeit des Umbruchs. „So ein Wissensbüchlein zu einem Thema hat man in einer Stunde durchgelesen und kennt sich dann aus“, erklärte Winkelmann. „Ein gutes Buch mit guten Inhalten ist eben durch vage Informationen aus dem Internet nicht zu ersetzen.“

Von Frank Pfeifer

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