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Grimma Ganz ohne Mietobjekte geht es für die Mitarbeiter des Landratsamtes nicht
Region Grimma Ganz ohne Mietobjekte geht es für die Mitarbeiter des Landratsamtes nicht
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11:30 10.05.2016
Fensterputz am ehemaligen Bornaer Finanzamt. Quelle: Günther Hunger
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Landkreis Leipzig

Die Landkreisverwaltung wird auch in Zukunft nicht ohne die Nutzung von Mietobjekten auskommen. Das hat Landrat Henry Graichen (CDU) deutlich gemacht. Grund dafür sind immer wieder mögliche Veränderungen in der Landesgesetzgebung, durch die Landkreise neue Aufgaben übernehmen müssen oder auch abgeben. An der grundsätzlichen Struktur des Landratsamtes werde sich aber nichts ändern.

Mit einer Ausnahme, für die aber im Kreistag bereits die Weichen gestellt wurden. So wird die Zahl die Außenstellen des Kommunalen Jobcenters (KJC) reduziert. Heißt: Die KJC-Stellen in Markranstädt, Groitzsch und Geithain, in denen derzeit noch insgesamt 63 Mitarbeiter beschäftigt sind, werden geschlossen. Die KJC-Stelle in Naunhof im Prinzip auch, sie soll aber bei Bedarf besetzt werden. Bleiben unter dem Strich noch Jobberater in Borna, Grimma, Wurzen und Markkleeberg.

Insgesamt stehen bei der Kreisverwaltung derzeit 1377 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Die Verteilung zwischen den beiden Hauptstandorten, der Kreisstadt Borna und Grimma, ist mit jeweils 600 Leuten paritätisch. An beiden Standorten verfügt der Landkreis über ausreichend eigene Immobilien. Größere Veränderungen sind derzeit nur durch den Kauf des bisherigen Finanzamtes in der Bornaer Brauhausstraße absehbar. Allerdings, so Graichen, muss das Gebäude, in dem lange Jahre auch das Sächsische Bergamt sein Domizil hatte, zunächst renoviert werden. 20 Jahre nach Fertigstellung des Behördenzentrums hinter dem Bornaer Rathaus ist das unumgänglich, auch wenn keine grundlegende Sanierung des Gebäudes notwendig ist. Erneuerungsbedarf bestehe aber etwa bei den EDV-Leitungen.

Anfang nächsten Jahres sollen dann die Mitarbeiter des Landratsamtes einziehen. Etwa Mitarbeiter des KJC. Ganz ohne Mietobjekte aber wird es auch Zukunft nicht gehen, sagt Landrat Graichen. Bisweilen ändert der Gesetzgeber in Dresden die Zuständigkeiten, so wie etwa im Jahr 2008, als es Veränderungen beim Waffenrecht gab. Oder die Verhältnisse ändern sich derart, dass das nicht ohne Folgen für die Behörden bleibt. Etwa durch den massiven Anstieg der Asylbewerberzahlen, der die Mitarbeiter des Ausländeramtes im Landratsamt seit dem letzten Jahr in einem bis dato nicht gekannten Maße fordert.

Von Nikos Natsidis

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