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Grimma Gaudi bei Sackfete in Trebsen
Region Grimma Gaudi bei Sackfete in Trebsen
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05:00 08.02.2010
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Trebsen

“ Damit hatten sie, und haben noch an den nächsten zwei Wochenenden, die fünfte Jahreszeit fest im Griff. Während draußen bei Mutter Natur die Temperaturen um die Null Grad Celsius keinen eindeutigen Trend nach oben oder unter erkennen ließen, stieg in der Sport- und Kulturstätte, der TCC-Heimstadt, das Stimmungsbarometer ins Unermessliche. Und das schon am Freitag, als zum Seniorenfasching das bunte Konfetti wieder reichlich durch die traditionelle Generalprobe geblasen wurde. Neptun höchstpersönlich hatte das Sagen, ebenso wie Arielle, Kapitän Blaubär oder auch die Freibeuter der Sieben Meere. Alles, was irgendwie zum Motto passte, wurde im Programm auf humorvolle Weise thematisiert. Von der Story mit „Die Wanne ist voll – hu, hu, hu“ bis hin zum großen Pool, der extra im Saal aufgebaut wurde, sollte es halt an nichts fehlen. Und, als würde sich das närrische Volk vor gar nichts mehr fürchten, pressten die Akteure ihre teils fülligen Körper in hautenge Badeanzüge. Wie schon das viel umjubelte Männerballett tummelten sich die Herren im Pool als eine ab- und auftauchende Synchronschwimmergruppe, die aber beim Publikum nicht wirklich baden ging, vielmehr frenetisch gefeiert wurde.  

Auch im Leipziger Umland wurde am Wochenende kräftig gefetet und gefeiert. Von Zwochau bei Delitzsch über Eilenburg, Trebsen bis nach Geithain waren unsere Fotografen vor Ort, um die schönsten Impressionen für Sie einzufangen.

  Doch ganz ohne Politik wollte der Präsident die Sackfete nicht über die Bühne gehen lassen. Also nahm er in seiner Büttenrede, an der dem Vernehmen nach auch der TCC-Ehrenpräsident Achim Burchert seine Feder angesetzt haben soll, die große Politik in Berlin ebenso ins Visier wie die kleine in der Provinz. „Und wenn man so hört wie die Politiker rumeiern“, schmetterte Julius in Reimform in den Saal, „da könnte man das ganze Jahr Sackfete feiern“. Schade nur, dass einmal mehr das gesprochene Wort in der Bütt den meisten Besuchern förmlich am Kostüm vorbeiging. Man wollte einfach nur feiern und abtanzen. Das aber wenigstens im saisonbedingten Outfit, allesamt wieder mit viel Kreativität gekauft, genäht oder gebastelt. Auch wenn es nicht in jedem Fall zum Motto passte, wie beispielsweise ein Hexenpaar, das aus der Trebsener Weinbergsiedlung auf seinem Besen eingeritten kam. Indes hatte Marco Pollock aus Fremdiswalde Not, sein Kostüm zu definieren. Ein langes Gewand und als Kopfbedeckung ein Schiff. Zwar nicht ganz unpassend, dennoch fragte er dafür in seiner Truppe nach - ohne greifbares Ergebnis. „Mir ist saukalt“, hatte Katharina Ambrosius auf ihrem Kostüm stehen. Was freilich maßlos untertrieben war, denn obwohl sie sich als Eisbär sehr originell kostümierte, heizte sie mit ihrer guten Laune die Stimmung an ihrem Tisch mächtig an. In der Summe ist das alles freilich Wasser auf die hohen Meereswogen von Heinz Gang und Rochus Albrecht, die zur alten Garde des stark verjüngten TCC gehören. „Es ist zwar alles etwas anders wie damals, als es anfing. Wenn du aber die tolle Stimmung siehst, musst du einfach weiter mit zur Stange halten.“

Frank Schmidt

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