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Geeiere in Grimma – neue Ausstellung im Kreismuseum öffnet Ende Februar

Volkskunst Geeiere in Grimma – neue Ausstellung im Kreismuseum öffnet Ende Februar

„Volkskunst zu Ostern“ lautet der Titel der diesjährigen Ausstellung des Kreismuseums Grimma zum österlichen Fest. Am Sonntag, 28. Februar, ab 15 Uhr öffnet sie ihre Pforten.

Die Osterausstellung dürfte auch etwas für junge Besucher sein, wie für den siebenjährigen Lukas aus Grimma.
 

Quelle: Frank Schmidt

Grimma.  Natürlich fehlen kunstvoll verzierte Eier nicht. „Verzierte Eier fanden nicht nur über alte Riten und religiöse Bräuche eine große Verbreitung“, sagt Marita Pesenecker vom Kreismuseum Grimma. Sie sind bis heute Freundschaftsgaben. Die Christen nutzten das Ei für die Verbreitung ihres Glaubens als Symbol der Auferstehungshoffnung der Menschen.

 

Marita Pesenecker präsentiert eines der Ikonen-Eier, die zur Attraktion der Osterausstellung im Kreismuseum Grimma gehören

Marita Pesenecker präsentiert eines der Ikonen-Eier, die zur Attraktion der Osterausstellung im Kreismuseum Grimma gehören.

Quelle: Frank Schmidt

In Hessen tragen die Eier neben Glückssymbolen wie zum Beispiel Herzen, Lebensbäumen, Sonnensymbolen oder Kornähren kleine Sprüche. Farbenfroh sind die Eier der Sorben. Hier sind die Wachsbatik, Kratz- und Ätztechnik sowie das Bossieren mit farbigem Wachs beliebte Techniken. Nach altem Brauch erhält jedes Patenkind drei der meist am Karfreitag verzierten Eier. Sie sollen Glück, Gesundheit und Wohlergehen symbolisieren. Eine Besonderheit in der Ausstellung sind Eier aus Ungarn, die mit kleinen Hufeisen und Hufnägeln beschlagen wurden. Die Schmiedegesellen schenken ihrer Liebsten solche Eier als Beweis für ihre eigentlich zarten Hände.

Sybille Kerntke gestaltet die Osterausstellung mit

Sybille Kerntke gestaltet die Osterausstellung mit.

Quelle: Frank Schmidt

Aus Indien kommen farbenprächtige Eier aus Pappmache. China besitzt eine alte kunsthandwerkliche Tradition. Diese spiegelt sich beispielsweise bei der Verzierung von Glaseiern oder in den Lack- und Cloisonné-Eiern wider. Während das Eierverschenken ein uralter Brauch ist, ist das Aufstellen von Passionskrippen relativ jung.

Der Brauch der Fasten- und Osterkrippen verbreitete sich gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zuerst in den Kirchen und Klöstern fanden sie ab dem 18. Jahrhundert den Weg in die Wohnungen der Menschen. Hauptsächlich kleinbürgerliche und bäuerliche Kreise waren Träger dieses von den Passions- und Mysterienspielen abgeleiteten Brauches.

Zum Schauen und Mitmachen lädt das Museum am Ostersamstag ein. Für die Schulklassen steht ein Programm rund um das Osterbrauchtum während der gesamten Ausstellungszeit bis zum 17. April bereit.

Von Cornelia Braun

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