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Geiz ist geil: Viel Bein bei Highland Games zu sehen

In Trebsen Geiz ist geil: Viel Bein bei Highland Games zu sehen

"Ist doch gutes schottisches Wetter, der Regen fällt fast senkrecht, nur ganz leicht von der Seite." Als Trebsens hell sehender Bürgermeister Stefan Müller die 15. Internationalen Highland Games eröffnete, scheinte die Sonne noch. Das sollte sich schnell ändern.

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Mit schwerem Gerät schnell unterwegs: die Mühlsteine Löberschütz beim Baumstammslalom.

Quelle: Dirk Knofe

 Ob bei Fassrollen, Baumstammüberschlag oder Strohsackhochwurf - auf der regennassen Wiese war weit und breit kaum ein verdrecktes Hosenbein zu sehen. Wie auch. Die beinharten Highlander der 24 wetteifernden Teams trugen allesamt Schottenröcke. So auch Moderator Andreas Mierisch. Zwischen fliegenden Felsbrocken und fließendem Whisky blieb der Brandiser Gymnasiallehrer eine klare Ansage nicht schuldig: "Sag' niemals Rock. Das ist ein Kilt. Der Letzte, der Rock gesagt hat, wurde gekillt." Wer wisse schon noch, dass sogar Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, einen Kilt trug: "Als Knabe besuchte er in den Ferien oft seine Oma Queen Victoria in Schottland. Die Dame wurde Großmutter Europas genannt, weil ihre Kinder und Kindeskinder in sämtlichen Herrschaftshäusern des alten Kontinents regierten. Ein paar Jahre später schlugen sie sich die Köpfe ein..."

Zum 15. Mal öffneten die Highland-Games ihre Pforten. Und seit wenigen Jahren haben die Higland-Games ihre Heimat in dem sächsischen Ort Trebsen gefunden.

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 Umso friedlicher die Botschaft von Pfarrerin Yvette Schwarze vor Tausenden von Aktiven und Besuchern im Trebsener Schlosspark: "Manche von ihnen können wunderbar Musik machen. Manche sind stark, rollen Whiskyfässer durch die Gegend. Manche von ihnen können Schafe hüten. Nutzen wir diese Vielfalt. Heute hier und auch sonst im Leben."

 Bei den Männern siegten die "Little Dragons", die kleinen Drachen. Bei den Frauen die "Black Bats", die schwarzen Fledermäuse. Doch so richtig wichtig schien nur, dass die dreijährige Bussarddame Bukki, Liebling der Falkner, den Überlebenskampf auf der Lärche gewann. Der Vogel hatte sich im Geäst verheddert und konnte von herbei eilenden Grimmaer Feuerwehrmännern per Drehleiter gerettet werden.

 Veranstalter Uwe Schimmel vom Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege freute sich, dass seine damals in Machern geborenen Schottenspiele nun endgültig in Trebsen angekommen sind: "Die Leute lassen sich von den Regenschauern nicht abschrecken. Wahnsinn! Wir sind Seelenverwandte, eine Familie. Zehn Dudelsackbands aus Deutschland und Dänemark im Wettkampf - so viele waren es noch nie!"

 Auch angesichts des Regens wurde Schirmherrin Kerstin Rath von der britischen Botschaft in Berlin besonders herzlich begrüßt. Die damalige Leiterin des British Trade Office in Leipzig und Mitinitiatorin der Schottenspiele im Muldental überbrachte die Grüße von Alan Munro aus Aberdeen: "Er war immer so gerne bei den Highland Games in Deutschland. Doch 2010 hatte er einen sehr schweren Motorradunfall und kann nicht mehr kommen."

 Ludolf Treiber aus der Gegend um Passau erfüllte sich mit dem Besuch in Trebsen einen Geburtstagswunsch. Der 62-Jährige im Kilt lief beinahe blau an, als Duncan MacDonald bei der Anprobe den Gürtel etwas enger schnallte. "Der ist zäh", freute sich der schottische Klamottenhändler. "Ja, leider", scherzte die bayerische Ehefrau Klarita und zückte die Scheine. Er sei 105-prozentiger Schotte, sagte MacDonald über sich. Und erinnerte an 1746, die Schlacht von Culloden, als seine Schotten den Engländern unterlagen und fortan nicht nur das Tragen des Schottenrockes verboten war. Richard Russell kam aus Glasgow, um das Nationalgericht Haggis zu servieren. Und der eher muskellose denn muskulöse Malte Arkona, Starmoderator des Kinderkanals, wollte den Beweis erbringen, dass man Baumstämme

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.09.2015

Haig Latchinian

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