Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Geld für Kita-Ausbau

Geld für Kita-Ausbau

Die gute Nachricht: Für Kapazitätserweiterungen in Kindertagesstätten stehen in den nächsten zwei Jahren mehr als 2,8 Millionen Euro bereit. Die Einschränkung: Statt 50 Prozent Landesförderung reicht es nur für ein Drittel.

Voriger Artikel
In Brandis rollt der Verkehr
Nächster Artikel
Belgershain: Mittelweg in Aufruhr

Erweiterung: Geld gibt es auch für 33 neue Kita-Plätze in Machern.

Quelle: Klaus Peschel

Landkreis Leipzig. Das zwingt die Kommunen, die diese Förderung nutzen, selbst mehr Geld aufzubringen.

„Ich gehe davon aus, dass der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz im kommenden Jahr im Wesentlichen erfüllt wird", sagte Jugendamtsleiter Thomas Pfeifer am Mittwochabend im Jugendhilfeausschuss. Die Prioritätenliste für Investitionen in Kindereinrichtungen sei von diesem Ziel getragen. Neun Kommunen erhalten in den nächsten beiden Jahren Unterstützung, um ihre Kapazitäten erweitern zu können (siehe Kasten). Den größten Brocken der Förderung stellt mit 1,73 Millionen Euro der Bund zur Verfügung. Das Land Sachsen ist nach Jahren der Zurückhaltung wieder mit dabei mit 948 000 Euro. Zehn Prozent der Gesamtsumme legt der Landkreis drauf: 363 000 Euro. Wer von diesem Geld profitieren soll und in welcher Höhe, darüber rangen Landkreis und Bürgermeister in den vergangenen Tagen intensiv. Lediglich vier Wochen Zeit ließ der Freistaat dem Landkreis, über eine Prioritätenliste zu entscheiden. Eine Herausforderung bei 48 Anträgen, „so vielen wie lange nicht", wie Pfeifer erklärte. Um die dringendsten neun Vorhaben mit einer Förderung bedenken zu können, schlug der Kreis vor, die Landesförderung breiter zu streuen und statt 50 Prozent nur 33 Prozent anzusetzen. In der Bürgermeister-Runde sei das kontrovers diskutiert worden, sagte der Jugendamtsleiter. Schließlich bedeute ein geringerer Fördersatz mehr Eigenmittel. „Es gibt aber grundsätzlich ein Ja zu dieser Strategie – außer von Machern." Warum der Macherner Bürgermeister Frank Lange (CDU) Bauchschmerzen hat, stellte er im Ausschuss klar. „Wir wissen momentan noch nicht, wie wir die Eigenmittel aufbringen." Es sei falsch, Fördergelder „mit der Gießkanne zu verteilen", das helfe letztlich niemandem. 33 Prozent Förderung bedeuteten für die Stadt Wurzen, dass sie für den Neubau einer Kinderkombination in Kühren in Summe 400 000 Euro zusätzlich aufbringen müsse, rechnete Conny Hanspach (UWV) vor: „In Wurzen weiß momentan niemand, wie das geschultert werden soll." Das ließ Thomas Pfeifer nicht unkommentiert im Raum stehen. Gießkanne hieße, der Ausschuss verteile 2,8 Millionen auf 48 Projekte. Genau das tue er nicht, er setze sehr wohl Prioritäten. Und was Kühren betreffe: Da dürfe man nicht die Relationen verkennen, denn die Förderung, die Wurzen dafür erhalte, sei immer noch sehr erheblich. „Wir haben die Entscheidung mit den Gemeinden abgestimmt. Das ist gut, denn es geht nur gemeinsam", sagte Landrat Gerhard Gey (CDU), der die Sitzung leitete. Heute muss der Landkreis die Prioritätenliste nach Dresden melden. Der Ausschuss beschloss sie bei zwei Enthaltungen. Falls der Kreis vom Land Rücklaufgelder erhalte, so der Jugendamtsleiter, „satteln wir das obendrauf". Es gebe also eine leise Hoffnung, dass besagte 33 Prozent noch etwas stiegen. Was auf jeden Fall endlich steigen müsse, sagte Pfeifer an die Adresse des Landes, sei die Pauschale, die pro Kita-Platz und Jahr gezahlt werde und die seit Jahren unverändert ist – trotz enorm gestiegener Betriebskosten: „Die Kommunen kommen hier in immer größere Probleme." Ganz zu schweigen von Investitionen in die vorhandene Bausubstanz, die auch bei nach der Wende errichteten oder sanierten Einrichtungen nach und nach wieder nötig sei, aber auch finanziert werden müsse.

Ekkehard Schulreich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grimma
Grimma in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 218,32 km²

Einwohner: 28.480 Einwohner (31.12.15)

Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²

Postleitzahl: 04668

Ortsvorwahlen: 03437,034382, 034384, 034386

Stadtverwaltung: Markt 16/17, 04668 Grimma

Luftbildaufnahme des Zentrums von Grimma.
Ein Spaziergang durch die Region Grimma
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

17.11.2017 - 15:06 Uhr

Mit Heiko Herrlich und Ralph Hasenhüttl treffen am Samstag zwei Trainer aufeinander, die sich schon lange kennen. Sie stehen für Offensivfußball ein Spektakel wie beim 3:2-Sieg vergangene Saison in Leverkusen ist nicht ausgeschlossen.

mehr
  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr