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Grimma Gelungene Premiere
Region Grimma Gelungene Premiere
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11:30 14.06.2010
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Grimma

Von weiblicher Natur zu sein, war am Sonnabend kein Nachteil. Denn das Reglement der erstmals ausgetragenen Jedermann-Regatta sah vor, dass reine Damenteams einen 20 Sekunden- Bonus gutgeschrieben bekamen, während ausschließlich mit Herren der Schöpfung besetzten Mannschaften 20 Sekunden abgezogen wurden.

Ein Reglement, dass ganz offensichtlich auf Akzeptanz stieß, gingen doch immerhin vier Männer-, drei Mixed- sowie ein reines Frauenteam an den Start, die so fantasievolle Namen wie „Die fliegenden Hufeisen", „Die flotten Gerten" und „Riemenbeißer" trugen. „Damit können wir für die Premiere ganz zufrieden sein", so Seesportvereinsvorsitzende Iris Berg, die nicht zuletzt aufgrund der in den letzten Jahren geschrumpften Teilnehmerzahlen bei den Schülermannschaften die Jedermann- Regatta ins Programm genommen hatte. Gingen in den Spitzenzeiten noch knapp 20 Schülermannschaften aus dem Muldental an den Start, kämpften am Sonnabend lediglich vier reine Grimmaer Teams um den Sieg. „Auch wir haben den Geburtenknick zu spüren bekommen", so Berg, die zudem beklagt, dass sich im St. Augustin niemand so recht für die Regatta verantwortlich fühlt. „Statt mit einem Team könnte das Gymnasium problemlos mit drei Mannschaften starten." Nicht entgehen ließ sich die Regatta zum siebenten Mal das Team „Angie‘s Kutterkatzen" der Mittelschule um Vize-Schulleiter Steffen Kretschmar, das den Wettbewerb immerhin schon dreimal gewinnen konnte. „Wir haben in diesem Jahr siebenmal und zum Teil bei großer Hitze trainiert, sodass die Schüler entsprechend fertig waren", so Kretschmar, dem zufolge die Regatta ein Selbstläufer und es kein Problem sei, ein Boot voll zu bekommen.

Sein Boot voll bekommen hatte auch Philip Berg, der 2004 die Regatta aus der Taufe gehoben hatte und bei der Jedermann-Regatta an den Start ging. „Bis auf zwei Leute waren keine weiteren Überzeugungskünste notwendig", so der Sohn der Vereinschefin. In voller Mannschaftsstärke war trotz des für eine Wassersportveranstaltung wenig Vertrauen einflößenden Namens „Nichtschwimmer" auch das Team des Grimmaer Berufsschulzentrums am Muldeufer erschienen. „Wir haben im Vorfeld dreimal trainiert, und ich habe gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, auf den 600 Metern bis zum Ende durchzuhalten", so Schülerin Bettina Vogt, die das Reglement als harte Nuss bezeichnete. „Beim zweiten Durchgang noch einmal alles zu geben, zehrt gewaltig", so die 21-Jährige.

Roger Dietze

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