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Geopark Porphyrland bewirbt sich bei der Unesco

Unterlagen aktualisiert Geopark Porphyrland bewirbt sich bei der Unesco

Erst im April wurde unter dem Dach des Auswärtigen Amtes in Berlin das deutsche Nationalkomitee für die Unesco Global Geoparks gegründet. Der Geopark Porphyrland bewirbt sich um dieses besondere Prädikat.

In der Geschäftsstelle des Geoparks Porphyrland erfolgt der Feinschliff an den Bewerbungsunterlagen für die Unesco. Geopark-Managerin Kerstin Fiedler (3. v. r.) und der Thallwitzer Bürgermeister Thomas Pöge (2. v. r.) mit weiteren Vorstandsmitgliedern.
 

Quelle: Thomas Kube

Landkreis Leipzig.  Die Spannung steigt. Nur noch wenige Wochen, dann erwartet die Region wichtigen Besuch. Der Geopark Porphyrland rüstet sich für die Überprüfung nach seiner Bewerbung um den Titel „Unesco Global Geopark“.

„Eine erste Delegation wird der Region im Spätsommer einen Besuch abstatten“, verrät der Thallwitzer Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos), neben seinem Lossataler Amtskollegen Uwe Weigelt (SPD) und Ex-Landrat Gerhard Gey (CDU) Vorstandsmitglied im Verein Geopark. Gemeinsam mit Geopark-Managerin Kerstin Fiedler und weiteren Akteuren wurden jetzt noch einmal die Bewerbungsunterlagen für die Unesco (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) überarbeitet, die schon Ende 2015 eingereicht worden waren.

Die neue weltweite Schutzkategorie hatte die Unesco gerade im November vergangenen Jahres aus der Taufe gehoben. „Erst im April wurde unter dem Dach des Auswärtigen Amtes in Berlin das deutsche Nationalkomitee für die Unesco Global Geoparks gegründet“, berichtet Pöge. „Danach kam auch unsere Bewerbung so richtig in Fahrt.“ Nunmehr gebe es in Berlin ganz konkrete Ansprechpartner. „Nachdem wir bereits als nationaler Geopark anerkannt sind, wollten wir bei diesem Prädikat nicht stehenbleiben“, begründete Pöge. Vom Unesco-Titel erhoffen sich Verein und Kommunen eine viel größere Strahlkraft für die Region. In Deutschland dürfen sich bislang der Harz, die Vulkan­eifel, Odenwald-Bergstraße, Schwäbische Alb und Muskauer Faltenbogen mit dem Unesco-Label schmücken.

„Das Nationalkomitee will dazu beitragen, dass sich die deutschen Unesco-Geoparks zu Modellregionen mit hohem Qualitätsanspruch für nachhaltige Entwicklung, Bildung und internationale Verständigung profilieren“, hatte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Unesco-Beauftragte, Maria Böhmer, erklärt. Das Gremium werde künftig die Umsetzung und Fortentwicklung der Unesco Global Geoparks in Deutschland begleiten. Dem Nationalkomitee gehören führende Experten aus den Bereichen Geowissenschaften, nachhaltige Entwicklung, Tourismus und Bildung sowie Vertreter von Bund und Ländern an. Auf der Gründungssitzung hatte das Nationalkomitee Kriterien und Verfahren für die Anerkennung und Überprüfung von Unesco-Geoparks beschlossen, die nun auch für das Porphyrland der Gradmesser sind. „Das versetzt uns überhaupt erst in die Lage, unsere Bewerbung entsprechend konkret zu formulieren“, so Thomas Pöge.

„Als Hausaufgabe wurde uns auf den Weg gegeben, unter anderem das Thema Umweltbildung zu stärken“, so das Vorstandsmitglied. Auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse von der Supervulkanregion Porphyrland wurden in die Präsentation eingearbeitet. „Ich denke, wir sind für die Bewerbung gut aufgestellt“, fasste der Thallwitzer Gemeindechef seine Eindrücke zusammen. „Aktuell gibt es mehrere deutsche Bewerber, die erst einmal die nationale Hürde nehmen wollen. Das hat unseren Ehrgeiz noch einmal zusätzlich angestachelt, unsere Bewerbung erfolgreich zu gestalten.“ Zu den aktuellen Herausforderungen gehöre unter anderem, die Beschilderung an einzelnen Geoportalen und Wanderwegen zu aktualisieren.

Von Simone Prenzel

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