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Grimma Geoportal Schaddelmühle wirbt um Aufnahme in internationale Liste
Region Grimma Geoportal Schaddelmühle wirbt um Aufnahme in internationale Liste
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17:41 14.09.2016
Chef der Schaddelmühle Frank Brinkmann (l.) im Kreise von Besuchern vor dem Wandfries. Andreas Röse
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Grimma/Schaddel

Die Schaddelmühle bekommt hohen Besuch. Die deutschen Vertreter einer Unesco-Expertenkommission wollen sich über das im Jahr 2014 gegründete Geoportal Schaddelmühle und weitere Stationen in der Region informieren. Mit von der Partie werden Vertreter des Geopark Porphyrland – Steinreich in Sachsen sein. Denn die Schaddelmühle gehört zum Georpark Porphyrland, der sich um den Titel „Unesco Global Geopark“ bewirbt. Das Gebiet erstreckt sich über die Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen. Elf Städte und Gemeinden arbeiten in einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des Trägervereins Geopark Porphyrland – Steinreich in Sachsen zusammen.

„Wir wollen der Kommission zeigen, wie wir zum Thema Erden der Keramik informieren“, erzählt der Chef der Schaddelmühle Frank Brinkmann. Die Region verfüge über eine reiche Geschichte der keramischen Industrie und des keramischen Handwerks. Mit der Einrichtung des Geoportals Erden der Keramik wurde auch der große keramische Wandfries „Essen, Trinken, Feiern“ von Horst Skuruppa und Astried Danegger vor dem Abriss bewahrt. Dieser musste der geplanten Erweiterung der Produktionsflächen der Firma „GETEX“ in Geithain weichen. Die Geithainer Wandgestaltung darf weit über Sachsen hinaus Anspruch auf künstlerische Bedeutung erheben, da figurative Kompositionen nicht nur in diesem Umfang, sondern auch mit so reichen ikonographischen Bezügen und in solcher Qualität international selten sind.

„Wir sind eines der wenigen Geoportale in Sachsen, das für den Besucher ganzjährig geöffnet ist“, wirbt der Chef der Schaddelmühle, Frank Brinkmann. Denn im Künstlerhaus finden ständig Ausstellung statt. Derzeit zeigt eine Schau den Weg vom Steingut zum Porzellan. Vorwiegend Colditzer Erzeugnisse, Zeittafeln und Belegmaterialien wie ein Dekor-Musterbuch sind ausgestellt. Fotos von Eberhard Jasinski zeigen das verlassene Porzellanwerk. Seit dem Mittelalter, vermutlich aber schon seit dem Beginn der Siedlungszeit, war das Muldental von Keramik produzierenden Betrieben beherrscht.

„Mit dem Geoportal Schaddelmühle wollen wir auf die erdgeschichtlichen Zusammenhänge der Industrienutzung von regionalen Rohstoffen in der Vergangenheit und Gegenwart erinnern“, sagt der Chef der Schaddelmühle. Die gesamte Kette von der Werkstoffaufbereitung, Formung und Gestaltung bis zum Brennen in den verschiedenen Keramiköfen sei hier zu erleben. Gegenwärtig findet ein Workshop Kunst aus Heimaterde statt. Daran sind sechs Künstler aus der Bundesrepublik beteiligt. Der Chef der Schaddelmühle verspricht sich von Unesco-Ehren viel: „Wenn wir in die erlesene Liste der Unesco-Geoparks aufgenommen werden, ist das wie ein Qualitätszertifikat. Wir erhoffen uns weitere internationale Kontakte und können ein anderes Vermarktungskonzept auf die Beine stellen.“

Von Cornelia Braun

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