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Grimma Geschichte(n) der Grimmaer Pferdestärken
Region Grimma Geschichte(n) der Grimmaer Pferdestärken
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02:05 02.03.2010
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Grimma

Das war am 21. Dezember 1957. Von den Anfängen, den Erfolgen, den vielen motorsportbegeisterten Muldentalern und von den letzten Jahren erzählt eine Chronik, die jetzt herausgegegen wurde.   „Eigentlich sollte die Chronik zu unserem 50-jährigen Jubiläum erscheinen“, sagt der heute 81-jährige Fritz Klas, der schon seit 1964 Vorsitzender des Vereins ist. Doch das war alles gar nicht so einfach. Sein Sohn Dieter Klas, der sich dieses Vorhaben auf die Fahnen geschrieben hatte, konnte auf kein Vereins-Archiv zurückgreifen, denn das gab es nicht. „Ich habe mühsam Fakten und Erinnerungen zusammengetragen und ehemalige und aktive Sportfreunde befragt“, sagt er. Was nach den umfangreichen Recherchen entstand und nun vorliegt, ist ein nahezu lückenloses, mit vielen Fotos versehenes Buch über die Geschichte eines erfolgreichen Grimmaer Vereins.   Zu den Gründungsmitgliedern gehörten damals auch Fritz Klas, der heutige Vorsitzende, und Hans Schneider, ebenfalls noch Vereinsmitglied. Das erste Clublokal war die Gaststätte Zur guten Quelle am Markt, Ecke Hohnstädter Straße, wo vor wenigen Tagen das Küchenstudio Kurth einzog. Trägerbetrieb des Motorsportclubs war seinerzeit der VEB Kraftverkehr Grimma, der den Motor-Freaks Unterstützung gewährte.   Beachtliche Zahlen kann man aus der Chronik ablesen. So hat der Club in den mehr als 50 Jahren weit über 450 Wettbewerbe und Aktivitäten auf Vereinsebene bis hin zu DDR-Meisterschaften organisiert. Die Palette ist vielseitig: vom Straßenrennsport und den Geländesport über Moto-Cross, Trial, Rallye und Touristik bis zum Orientierungssport, K-Wagen- und Geschicklichkeitssport oder Verkehrstestfahrten. Im Straßenrennsport kamen sogar DDR-Meister aus Grimma. Solchen erfolgreichen Rennfahrern der Gründerzeit wie Rudi Juhrich aus Großbothen (fuhr für Grimma ab 1961 den Melkus-Wartburg) und Max Byczkowski aus Brandis (startete 1961 bis 1964 in 22 Rennen der Formel III) werden eigene Seiten in der Chronik gewidmet. Bis zu 270 Mitglieder zählte der MC Grimma in seinen besten Zeiten. Heute, wo der Verein sich vorrangig auf Oldtimer orientiert, sind es nur noch knapp 40.   „Unser Terminkalender, auch für dieses Jahr, ist trotzdem immer voll“, sagt Fritz Klas. Am 11. April sei wieder das traditionelle Motor-Anlassen als Saison-Auftakt in Neiden bei Torgau. Die Oldtimer-Ausfahrt in Espenhain am 1. Mai, ein Sachsenmeisterschaftslauf am 8. Mai in Görlitz, ein nächster eine Woche später in Kohren-Sahlis und einen Tag später die Via Regia Classic in Markranstädt seien schon eingeplant. In Grimma werde man die einheimischen und viele andere schmucke Oldtimer wieder am 15. August in Verbindung mit dem Sermuther Sportlerfest und am 3. Oktober auf dem Marktplatz bestaunen können. Natürlich ist Fritz Klas auch selbst dabei. Mit seinem roten Fiat Balilla, Baujahr 1932, oder dem Polski Fiat von 1971.

Silke Hoffmann

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