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Grimma Gitarrenklänge an Grimmas Muldeufer
Region Grimma Gitarrenklänge an Grimmas Muldeufer
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05:00 17.08.2010
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. Die Resonanz auf die Premiere am Sonntagnachmittag zumindest nährte die Hoffnung, dass Straßenmusik künftig zum stetigen Grimma-Erlebnis wird.

„Ich finde es immer schön, wenn man durch Straßen bummelt und Musik gespielt wird", erzählt Nicki Güttner. Meist seien es größere Städte, in denen Straßenmusiker für Flair sorgen. Das indes hielt Güttner nicht davon ab, auszuloten, ob so etwas auch in Grimma möglich wäre. In Leipzig machte er sich auf die Suche, sprach Akteure direkt an und machte ihnen die Muldestadt schmackhaft. „Manche lehnten sofort ab, andere bekundeten Interesse und einige sagten sofort zu", erzählte er über die Reaktionen. Das Resultat bescherte Spaziergängern, die am Sonntag am Muldeufer entlang schlenderten, ganz neue Eindrücke. Gitarrenklänge, Gesang, Malerei – rund sechs Künstler sorgten für Flair. Achmed Kupka aus Bad Lausick gehörte dazu. Musik begleite ihn, seit er denken kann, erzählte Achmed. Er sei Hobbymusiker und mache regelmäßig Straßenmusik. Bislang meist in Leipzig. Das Angebot aus Grimma nahm der künftige Erzieher aber begeistert an und könnte sich zugleich vorstellen, wiederzukommen. „Er war im Grunde der erste, der mir zugesagt hat", ergänzte Nicky Güttner.

Interesse weckte der Initiator aber auch bei Christin Fritzsche und Benjamin Haupt aus Colditz. Im Gegensatz zu Achmed Kupka war die Grimmaer Straßenmusik für das Duo eine Premiere. „Ist ganz nett", sagte Christin, die regelmäßig auch mit Chanel 4 Rock auf der Bühne steht. Einziger Wermutstropfen aus Sicht der beiden: Es hätten noch ein paar Künstler mehr sein können. Das hingegen sah Nicky Güttner ziemlich gelassen. Manche Dinge müssen anlaufen und wachsen, war er überzeugt. Sein Ziel sei es, dass in der Freiluftsaison (von Mai bis September) 14-tägig Straßenmusik zwischen Großmühle und Hängebrücke zu erleben ist. „Wenn sich eine gewisse Regelmäßigkeit einstellt, spricht sich das Ganze auch rum und wird dann zum Selbstläufer", sagte Güttner. Für dieses Ziel wolle er sich engagieren. Und zwar ganz aus freien Stücken. Er verdiene nichts an diesem Geschäft. Auch die Künstler kassieren keine Gagen. Lediglich, was in den Hüten landet oder an Kreativem verkauft wird, sei deren Lohn. Wie Nicky Güttner unterstrich habe die Stadtverwaltung dieses Konzept auch ohne bürokratische Hürden unterstützt. „Ich möchte nicht, dass hier eine kommerzielle Veranstaltung entsteht. Deshalb gibt es auch keine Würstchenbude. Die Leute sollen Natur, Stadt und Musik einfach auf diese Art genießen."

Cornelia Hanspach

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